gms | German Medical Science

21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.09.-29.09.2012, Karlsruhe

Die videothorakoskopische anatomische Segmentresektion – eine anspruchsvolle aber nicht unmögliche Resektion

Meeting Abstract

  • Herbert Wallimann - Klinikum Bremen-Ost, Thoraxchirurgie, Bremen
  • Georgi Prisadov - Klinikum Bremen-Ost, Thoraxchirurgie, Bremen
  • Katrin Welcker - Klinikum Bremen-Ost, Thoraxchirurgie, Bremen
  • Albert Linder - Klinikum Bremen-Ost, Thoraxchirurgie, Bremen

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Karlsruhe, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocFV 2.1

DOI: 10.3205/12dgt45, URN: urn:nbn:de:0183-12dgt458

Veröffentlicht: 17. September 2012

© 2012 Wallimann et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Zielsetzung: Durch den verbreiteten Einsatz moderner Diagnostika wird eine immer größer werdende Zahl von Lungenkarzinomen im Frühstadium diagnostiziert. Neben diesen Patienten sieht sich der Thoraxchirurg zunehmend mit einem Patientengut hohen Alters mit signifikanten Komorbiditäten und eingeschränkter kardiopulmonaler Reserve konfrontiert. Bei beiden Gruppen stellt oft die anatomische Segmentresektion das adäquate Resektionsausmaß dar.

Insbesondere die thorakoskopische anatomische Segmentresektion bedingt einen hohen technisch-instrumentellen und präparatorischen Aufwand. Wir wollen mit dieser Präsentation unsere Erfahrungen, intraoperative Besonderheiten und Fallstricke sowie auch Neuerungen im Bereich der Staplertechnik vorstellen.

Methodik: Seit 01/2010 bis 05/2012 wurden in unserer Klinik insgesamt 86 anatomische Segmentresektionen durchgeführt. Davon erfolgten 34 (39,5%) auf rein videothorakoskopischen Weg. Über den Zeitraum ist eine Zunahme des Anteils der thorakoskopischen Segmentresektionen zu verzeichnen. 21 (61%) der VAT-Segmentresektionen wurden aufgrund eines NSCLC durchgeführt. Bei 6 (17%) Herden handelte es sich um Metastasen. 4 (11%) waren entzündliche Herde. 2 (6%) segmentale Bronchiektasen wurden thorakoskopisch reseziert und eine VAT-Segmentresektion erfolgte als LVRS bei heterogenem Emphysem. Von den Lungenkarzinompatienten wiesen 13 (38%) ein Stadium IA auf. Insgesamt erfolgten nur 3 Konversionen. Davon war eine blutungsbedingt und 2 durch mangelnde Übersicht bei emphysematös veränderter Lunge. Die peri- und frühpostoperative Letalität betrug 0.

Ergebnis und Schlussfolgerung: Die thorakoskopische Segmentresektion ist nach unserer Erfahrung und nach retrospektiver Aufarbeitung unserer Operationszahlen über 30 Monate eine sichere Methode der anatomischen Resektion in der Hand des geübten Operateurs.

Die konsequente Darstellung aller hilärer Strukturen ist für eine korrekte und sichere Resektion unumgänglich.

Technische Fortschritte – insbesondere auch in der Miniaturisierung der Staplertechnik – werden diese Resektionstechnik weiter erleichtern.