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21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

27.09.-29.09.2012, Karlsruhe

Empfänger Merkmale und Ergebnis der einseitigen Lungentransplantation: Vorteile des „Zwillingmodells“.

Meeting Abstract

  • Anne Olland - Nouvel Hôpital Civil, Groupe de Transplantation Pulmonaire, Strasbourg, Frankreich
  • Nicola Santelmo - Nouvel Hôpital Civil, Groupe de Transplantation Pulmonaire, Strasbourg, Frankreich
  • Richard Dorent - Agence de Biomédecine, Sainte Denis la Plaine, Frankreich
  • Pierre Emmanuel Falcoz - Nouvel Hôpital Civil, Groupe de Transplantation Pulmonaire, Strasbourg, Frankreich
  • Gilbert Massard - Nouvel Hôpital Civil, Groupe de Transplantation Pulmonaire, Strasbourg, Frankreich

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Karlsruhe, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocHS 4.3

DOI: 10.3205/12dgt11, URN: urn:nbn:de:0183-12dgt115

Veröffentlicht: 17. September 2012

© 2012 Olland et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Die Ergebnisse von Lungentransplantation werden von der Qualität der Spenderlunge und der Chirurgie, sowie von dem Krankheitsbild des Empfängers bestimmt. Zwei verschiedene Empfänger, die mit einseitiger Transplantation von dem selben Spender versorgt worden sind, bestimmen ein „Zwillingspaar“. Einfluss der Merkmale des Empfanger können besser studiert werden, da Spenderkarakteristiken die selben sind.

Methode: Wir haben alle einseitigen Lungentransplantationen einbezogen, die In Frankreich zwischen 1998 und 2008 durchgeführt worden sind (Register der Agence de Biomédecine). Die Anamnese der Empfänger, peri-operative Besonderheiten, sowie kurzfristiges und 1-Jahr Resultat wurden ausgeblich erfasst. In dieser Studie haben wir Empfänger-faktoren für PGF-3 an Hand der Zwillingspaare analysiert.

Ergebnis: Zehn verschiedene franzözische Teams haben 387 einseitige Lungentransplantationen durchgeführt; 180 Zwillingsempfânger wurden mit Lungen von 90 Spendern versorgt. Chirurgische Daten, Behandlungsprotokolle und Monitoring waren vergleichbar. Alle Spenderorgane haben eine symetrische Qualität vorgezeigt. Ergebnis zwischen rechtsseitiger und linkseitiger Transplantation war identisch. Dreissig Paare bestanden aus einem Fibrose- und einem Emphysem-Empfänger: PGF-3 war bezeichnend häufiger bei Empfängern mit Fibrose (p<0,05). In 28 Paaren (31%) war der postoperative Verlauf der beiden Empfänger verschieden: PGF-3 trat bezeichnend öfter bei Fibrose auf (p=0,04). Bei 2 Paaren lag PGF-3 bei beiden Empfängern vor; in 60 Paaren gab es keine PGF-3 für beide Empfänger.

Schlussfolgerung: Die grundliegende Lungenkrankheit des Empfängers ist ein wesentlicher und ausschlaggebender Faktor bei einseitiger Lungentransplantation. Fibrose ist ein signifikativer Risikofaktor für PGF-3. Das „Zwillingpaar“ ist ein zufriedenstellendes Modell, um Empfängerkarakteristiken zu studieren.