gms | German Medical Science

Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Thoraxchirurgie

07. - 09.10.2010, Wien (Österreich)

V.A.C.®-Therapie nach chirurgischer Sanierung der zervikalen Lymphknotentuberkulose

Meeting Abstract

  • B. Jank - Otto Wagner Spital, Wien, Österreich
  • E. Stubenberger - Otto Wagner Spital, Wien, Österreich
  • S. Watzka - Otto Wagner Spital, Wien, Österreich
  • F. Posch - Otto Wagner Spital, Wien, Österreich
  • R. Rumetshofer - Otto Wagner Spital, Wien, Österreich
  • M. R. Müller - Otto Wagner Spital, Wien, Österreich

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Österreichische Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Schweizerische Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Wien, Österreich, 07.-09.10.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgtP5

DOI: 10.3205/10dgt034, URN: urn:nbn:de:0183-10dgt0348

Veröffentlicht: 30. September 2010

© 2010 Jank et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Hintergrund: Bei therapieresistentem oder fistulierendem Verlauf der zervikalen Lymphknotentuberkulose ist eine radikale Exstirpation aller betroffenen und umliegenden Lymphknoten, gefolgt von sekundärem Wundverschluss indiziert. Die Dauer der postoperativen Hospitalisierung beträgt hier meist mehrere Wochen. Ziel dieser retrospektiven, nicht-kontrollierten Pilotstudie ist die Evaluierung des V.A.C.®-Systems für die postoperative Wundbehandlung der zervikalen Lymphknotentuberkulose.

Methodik: Wir überprüften die Daten aller Patienten im Zeitraum Mai 2005 bis Dezember 2009 (n=48, Alter 18–46a, medianes Alter 22,5 a), die an zervikaler Lymphknotentuberkulose litten und mittels radikaler Neck Dissection gefolgt von V.A.C.®-Therapie behandelt wurden. Als Merkmale legten wir die Zeit bis zur Reepithelialisierung, die Dauer des Krankenhausaufenthalts, postoperative Komplikationen, Langzeitfolgen und kosmetisches Ergebnis fest.

Ergebnisse: Die mediane stationäre Aufenthaltsdauer unter V.A.C.®-Therapie betrug 5 Tage, die durchschnittliche Zeit bis zur Reepithelialisierung 22 Tage. Bei 2% unserer Patienten trat ein Rezidiv auf, die subjektive Beurteilung der kosmetischen Ergebnisse war durchwegs zufriedenstellen.

Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse zeigen, dass V.A.C.®-Therapie bei der postoperativen Wundbehandlung der zervikalen Lymphkontentuberkulose einen raschen und problemlosen Verschluss der Wunde gewährleistet. V.A.C.®-Therapie sollte aus diesem Grund den Standard in der Wundbehandlung nach chirurgischer Sanierung bei zervikaler Lymphknotentuberkulose darstellen.

Disclosure: No significant relationships.