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Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Thoraxchirurgie

07. - 09.10.2010, Wien (Österreich)

Ergebnisse der Chirurgie von Lungenmetastasen beim malignen Melanom

Meeting Abstract

  • C. Schuhan - Thoraxklinik am Universitätsklinikum, Heidelberg, Deutschland
  • J. Pfannschmidt - Thoraxklinik am Universitätsklinikum, Heidelberg, Deutschland
  • T. Muley - Thoraxklinik am Universitätsklinikum, Heidelberg, Deutschland
  • H. Dienemann - Thoraxklinik Heidelberg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Österreichische Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Schweizerische Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Wien, Österreich, 07.-09.10.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgtH5.4

DOI: 10.3205/10dgt025, URN: urn:nbn:de:0183-10dgt0254

Veröffentlicht: 30. September 2010

© 2010 Schuhan et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Aufgrund der eingeschränkten Langzeitprognose von ca. 9 Monaten bei Patienten mit metastasiertem malignen Melanom wird die Resektion von Lungenmetastasen als eine Behandlungsoption diskutiert. Es soll untersucht werden, welche Patienten von der chirurgischen Therapie profitieren.

Methodik: Retrospektiv wurden die Daten von 29 Patienten mit pulmonalen Melanom-Metastasen der Jahre 1995 bis 2007 untersucht. Primärer Endpunkt war die Überlebenszeit nach Metastasektomie. Als sekundäre Endpunkte wurden u.a. die prognostische Bedeutung der kompletten Resektion, des krankheitsfreien Intervalls, der Metastasenanzahl, Lokalisation und Clark-Level des Primärtumors univariat untersucht.

Ergebnisse: Bei 26 Patienten (16 männl., 10 weiblich) konnten die Metastasen kurativ entfernt werden, hier lag das mediane Überleben bei 20,5 Monate gegenüber einem medianen Überleben nach inkompletter Resektion von 13,0 Monaten. Der mediane Nachbeobachtungszeitraum lag bei 93,7 Monaten. Obwohl bei einer multiplen Metastasenanzahl und einer Stammlokalisation des Primärtumors sich ein insgesamt ungünstigeres Langzeitüberleben darstellte, ließ sich nur das Geschlecht als statistisch signifikanter prognoseabhängiger Parameter identifizieren. Die männlichen Patienten hatten dabei mit 25 Monaten im Median ein deutlich günstigeres Langzeitüberleben als die weiblichen Patienten mit 9,4 Monaten.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass für ein selektioniertes Patientengut die pulmonale Metastasektomie prognoserelevant sein kann.

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