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18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

08.10. bis 10.10.2009, Augsburg

Vorstellung eines Behandlungskonzepts bei Bronchusstumpfinsuffizienz

Meeting Abstract

  • Gisela Bischoff - Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Ulm
  • Bernd Mühling - Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Ulm
  • Karl-Heinz Orend - Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Ulm
  • Ludger Sunder-Plassmann - Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Augsburg, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. DocPO2.11

DOI: 10.3205/09dgt83, URN: urn:nbn:de:0183-09dgt831

Veröffentlicht: 20. November 2009

© 2009 Bischoff et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Die Bronchusstupfinsuffizienz bleibt nach wie vor die gefürchtetste Komplikation nach Pneumonektomie. Die Inzidenz der BI ist deutlich von 27% in den 50iger Jahren auf 1,5–12% zurückgegangen. Die Letalität bei Bronchusstumpfinsuffizienz wird in der Literatur mit zwischen 20–70% angegeben. Die Defektdeckung bei Bronchusstumpfinsuffizienz nach Lungenresektion gestaltet sich oftmals sehr problematisch, da durch Keimkontamination und schlechten Durchblutungsbedingungen am Bronchus erschwerte Einheilungsbedingungen bestehen.

Methode: Insgesamt sind 11 Patienten mit einer Bronchusstumpfinsuffizienz nach erfolgloser Übernähung oder Netzplombe mit einer erneuten Bronchusnaht, Thorakoplastik, Latissimusplastik und VVS-Anlage versorgt worden. Mit der Vakuumversiegelung (VVS) steht ein geschlossenes Verbandssystem zur feuchten Wundbehandlung mit festem Kontakt zur Wundoberfläche sowie Schutz vor Kontamination mit Hospitalkeimen und Dekontamination von Bakterien durch ständigen schwerkraftunabhängigen Sekretabtransport zur Verfügung.

Ergebnisse: Zum Verschluß des Bronchusstumpfes kam es bei 8 Patienten. 1 Patient ist im Behandlungsverlauf an einem Mediainfarkt verstorben und 1 weiterer Patient verstarb an Tumorprogress aber mit bereits geschlossenem Bronchusstumpf. 2 Patienten haben die Therapie abgebrochen und wurden mit offenem Thoraxfenster nach Hause entlassen.

Schlussfolgerung: Die Kombination von Bronchusnaht, Thorakoplastik, Latissimusplastik und VVS-Anlage scheint nach den ersten Erfahrungen ein erfolgversprechendes Konzept zu sein.