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17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

11.09. bis 13.09.2008, Bremen

Maligner fibröser Pleuratumor mit assoziierter Hypoglykämie

Meeting Abstract

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  • F. Al-Shahrabani - Lungenklinik Hemer
  • A. Linder - Lungenklinik Hemer
  • A. Pobloth - Lungenklinik Hemer

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Bremen, 11.-13.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgt62

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgt2008/08dgt62.shtml

Veröffentlicht: 22. Oktober 2008

© 2008 Al-Shahrabani et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Intrathorakale Tumore mit assoziierter Hypoglykämie wurden unabhängig voneinander erstmalig 1930 von Doege und Potter beschrieben. Seitdem werden nicht-Pankreas-Tumore mit Hypoglykämie oft als Doege-Potter-Syndrom bezeichnet.

Histologie: 17,5 x 10 x 11,8 cm großer mesenchymal - differenzierter Tumor mit einer hohen mitotischen Aktivität, passend zu einem solitären malignen fibrösen Pleuratumor

Verlauf: Die Patientin wurde postoperativ nach 22 Monaten wegen eines Tumorrezidivs rechts thorakal erneut stationär aufgenommen. Die CT-Untersuchung ergab ein Tumorrezidiv im Bereich des rechten Lungenunterlappens. Anamnestisch litt die Patientin seit Wochen erneut unter rezidivierenden hypoglykämischen Phasen. Wir führten eine Rethorakotomie, Unterlappenresektion, Zwerchfellteilresektion, komplette Pleurektomie, Dekortikation von Ober- und Mittellappen sowie eine Lymphadenektomie durch. Die Histologie ergab eine Metastase des bekannten Pleuratumors im Unterlappen und paravertebral.

Fazit: Sowohl eine maligne Transformation von primär benignen SFPT, als auch maligne Rezidive bei ursprünglich benignen Tumoren sind in der Literatur beschrieben. Wenn möglich sollte daher immer eine Resektion der Tumore erfolgen. Auch die Durchführung einer erneuten Resektion im Falle eines Rezidivs ist prinzipiell zu empfehlen. Da auch bei benignen SFPT Spätrezidive beschrieben sind ist eine langfristige Nachsorge obligat. Eine adjuvante Chemotherapie wird von Onkologen kontrovers diskutiert.