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17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

11.09. bis 13.09.2008, Bremen

Optimierung des postoperativen Schmerzmanagements nach posterolateraler Thorakotomie mittels kontinuierlicher perikostaler Lokalanästhetikuminstillation mit dem neuen ON-Q-Painbuster-System

Meeting Abstract

  • P. Zardo - Medizinische Hochschule Hannover
  • B. Wiegmann - Medizinische Hochschule Hannover
  • M. Winterhalter - Medizinische Hochschule Hannover
  • N. Dickgreber - Medizinische Hochschule Hannover
  • A. Haverich - Medizinische Hochschule Hannover
  • M. Pichlmeier - Medizinische Hochschule Hannover
  • S. Fischer - Medizinische Hochschule Hannover

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Bremen, 11.-13.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dgt54

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgt2008/08dgt54.shtml

Veröffentlicht: 22. Oktober 2008

© 2008 Zardo et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Testung der Effektivität des neuartigen elastomerischen ON-Q-Painbuster-Systems zur Schmerzreduktion nach posterolateraler Thorakotomie.

Methodik: Prospektive Fallstudie mit insgesamt 10 konsekutiven Patienten, die eine posterolaterale Thorakotomie im 5.ICR erhielten und mit einem ON-Q-Painbuster-System (I-Flow-Corp, Lake Forest, California, USA) zur Schmerzreduktion therapiert wurden. Es wurden keine zusätzlichen Periduralkatheter im Patientenkollektiv eingelegt. Neben soziodemographischen Größen wurden der patientenkontrollierte Analgetikaverbrauch, postoperativer Schmerz (verbal rating scale (VRS 0-10)) sowie Dauer und Besonderheiten des Krankenhausaufenthaltes aufgezeichnet und ausgewertet.

Ergebnisse: Postoperativ erhielten die Patienten (n=8 Männer, medianes Alter 62 Jahre) für 3 Tage über ein intraoperativ eingebrachtes und perikostal platziertes Painbuster-System eine kontinuierliche Ropivacain (Naropin®)-Instillation (20 ml Ropivacain 10% 280 ml NaCl 0.9%, konstante Förderrate 5ml/h) in das Wundgebiet. Postoperativ wurde in allen Fällen eine suffiziente Analgesie erzielt, wobei die höchste Schmerzintensität am Abend nach der Operation auftrat (VRS 1-4, Median 2). Im weiteren Verlauf zeigte sich in Kombination mit patientenkontrollierter NSAID Administration (maximale den Patienten zur Verfügung stehende Dosis 1800 mg Ibuprofen/Tag) eine exzellente Schmerzausschaltung mit Werten von VRS 0-2 bis zur Entfernung des Systems am 3. postoperativen Tag. Es kam in keinem Fall zu postoperativen Komplikationen.

Schlussfolgerung: Eine kontinuierliche Naropin-Infusion in das Operationsgebiet ermöglicht eine gute postoperative Analgesie bei niedrigerem Risikoprofil. Ob die Wirkung mit der eines Periduralkatheters (PDK) vergleichbar ist, muss in einer prospektiv randomisierten Studie untersucht werden. Das Risiko jedoch eines spinalen Syndroms oder intraspinaler Hämatombildung ist mit dem Painbuster-System im Vergleich zum PDK ausgeschlossen.