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16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

04.10. - 06.10.2007, Konstanz

Thorakale Manifestation von Sarkomen – Eine Zusammenstellung individueller Langzeitverläufe

Meeting Abstract

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  • Claudia Grun - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Thoraxchirurgie, Karlsruhe
  • Heribert Ortlieb - St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Thoraxchirurgie, Karlsruhe

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Konstanz, 04.-06.10.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc07dgtV10

DOI: 10.3205/07dgt41, URN: urn:nbn:de:0183-07dgt411

Veröffentlicht: 22. März 2010

© 2010 Grun et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Die thorakale Manifestation von Sarkomerkrankungen stellt nach wie vor bezüglich der Planung des Therapieregimes im Hinblick auf operative Möglichkeiten, Strahlen- sowie Chemotherapieoptionen eine Herausforderung an den Thoraxchirurgen dar. Wie individuell sich der Langzeitverlauf der Erkrankungen gestalten kann, möchten wir anhand von vier Fallbeispielen unserer Klinik demonstrieren.

Methodik: Eingeschlossen wurden zwei Patienten mit rezidivierenden Sarkommanifestationen intrathorakal, sowie zwei Patienten mit pulmonalen Sarkommetastasen. Erfasst wurde ein Beobachtungszeitraum von 2000 bis 2007. Hierbei wurden bildgebende Verfahren, histologische sowie intraoperative Befunde berücksichtigt.

Ergebnis: Fall 1: 32-jährige Pat., weibl.. Monophasisches synoviales Weichteilsarkom des Thorax mit rasch progedientem Verlauf. ED 11/05. Wiederholte chirurgische Maßnahmen, Radiatio und Chemotherapie. Kontinuierlicher Tumorprogress. Fall 2: 45-jährige Pat., weibl.. Myxoides Liposarkom des phrenico-pericardialen Winkels. ED 2/05. Rezidivierender Verlauf mit wiederholten chirurgischen Maßnahmen. Fall 3: 41-jähriger Pat., männl.. Partiell chondroblastisches Osteosarkom linker Femur. ED 6/01. Pulmonale Filiae 2/04 sowie 3/07. Wiederholte chirurgische Maßnahmen sowie Chemotherapie. Fall 4: 14-jähriger Pat., männl.. Alveoläres Weichteilsarkom des Nackens. ED 9/98. Lungenfiliae seit 2000. Keine Therapie der Filiae, stabiler Verlauf bis heute.

Schlussfolgerung: Aufgrund der Heterogenität der Tumorgruppe der Sarkome, der Variabilität der Manifestation und der daher fehlenden prädiktiven Möglichkeiten sollte die Therapieplanung interdisziplinär unter Berücksichtigung der individuellen Tumordynamik erfolgen, um für jeden einzelnen Patienten einen möglichst großen Therapieerfolg erzielen zu können.