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16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

04.10. - 06.10.2007, Konstanz

Die Rolle der Mikrovaskularisation und der Wachstum/Adhesionregulationslektine in der Prognose des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms im Stadium II

Meeting Abstract

  • Tamas Szöke - Klinik für Chirurgie, Universität Szeged, Ungarn
  • Klaus Kayser - Institut für Pathologie, Charité, Berlin
  • Imre Trojan - Klinik für Chirurgie, Universität Szeged, Ungarn
  • Gian Kayser - Institut für Pathologie, Universitätsklinikum, Freiburg
  • Jozsef Furak - Klinik für Chirurgie, Universität Szeged, Ungarn
  • Laszlo Tiszlavicz - Institut für Pathologie, Universität Szeged, Ungarn
  • Jan-Dirk Baumhäkel - Institut für Pathologie, Charité, Berlin
  • Hans-Joachim Gabius - Institut für Physiologische Chemie, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Konstanz, 04.-06.10.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc07dgtF8

doi: 10.3205/07dgt30, urn:nbn:de:0183-07dgt307

Veröffentlicht: 22. März 2010

© 2010 Szöke et al.
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Gliederung

Text

Problemstellung: Zweck unserer Studie war die bessere Prognosebestimmung des operierten nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) im Stadium II durch quantitative Lektinimmunohistochemie und die Messung der Mikrovaskularisation.

Methoden: Das histologische Material von 94 radikal operierten Patienten wird aufgearbeitet, bei denen NSCLC im Stadium II (pT1N1: 6, pT2N1: 66, pT3N0: 22) nachgewiesen wurde. Die Expression von Galektin-1, Galektin-3, und heparinbindendem Lektin (HBL) sowie die Bindung von Galektin-1, Galektin-3, CL-16 und Hialuronsäure werden mit Hilfe immunohistochemischer Färbung untersucht. Die Schnitte werden qualitativ (gefärbt/nicht gefärbt) und quantitativ mit syntaktischer Strukturanalyse geprüft. Die Mikrogefässe werden durch Antikörper gegen Faktor VIII-Antigen gefärbt und durch Bildanalyse gemessen. Der Zusammenhang zwischen den obengenannten Parametern und dem Überleben wurde analysiert. Die Überlebensanalyse nach Kaplan-Meier und Cox-Regressionanalyse wird als statistische Methode verwendet.

Ergebnisse: Bei univarieter Überlebenanalyse haben die Karzinome mit Galektin-1 und -3-Expression eine schlechtere Prognose (p=0,014, bzw. p=0,003), ebenso bei mutivariater zeigen die Tumoren mit Galektin-3-Expression ein kürzeres Überleben (p=0,046, RR: 2,026). Die syntaktische Strukturanalyse der Tumoren mit Galektin-3-Bindungskapazität (p=0.039, RR: 5.944) und Galektin-3-Expression (p=0.041, RR: 3.335) zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen Überleben und Abstand der Tumorzellen. Die Erhöhung der Volumenrate der Mikrogefässe ist mit schlechterer Prognose (p=0.017, RR: 2.334) verbunden, aber die höhere Oberflächenrate verbessert das Überleben (p=0.01, RR: 0.956).

Schlussfolgerung: Die Galektin-3-Expression vermindert das Überleben bei nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom im Stadium II. Der Abstand zwischen den Tumorzellen mit Galektin-3-Bindungskapazität bzw. Galektin-3-Expression hat eine prognostische Bedeutung. Die erhöhte Volumenrate von Mikrogefäßen hat einen negativen Einfluss auf das Überleben.