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16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

04.10. - 06.10.2007, Konstanz

Die Xiphodynie: selten oder seltsam?

Meeting Abstract

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  • Marcel Kaminski - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Bonn
  • Andreas Hirner - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Bonn

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Konstanz, 04.-06.10.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc07dgtP16

DOI: 10.3205/07dgt16, URN: urn:nbn:de:0183-07dgt163

Veröffentlicht: 22. März 2010

© 2010 Kaminski et al.
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Gliederung

Text

Die Xiphodynie ist ein kaum bekanntes Krankheitsbild, das auch in den gängigen Lehrbüchern der Thoraxchirurgie oder Orthopädie nicht erwähnt wird. Es handelt sich um ein vom Processus xiphoideus ausgehendes thorakales Schmerzsyndrom, das wohl oft verkannt wird und als rheumatische, kardiovaskuläre oder gastrointestinale Erkrankung fehlgedeutet wurde. Wir berichten über 2 männliche Patienten (52 bzw. 42 Jahre alt), die über bisweilen heftige, teilweise permanente Schmerzen in der Region des Procesus xiphoideus klagten.Eine kernspintomografische und computertomografische Untersuchung konnte keinen pathologischen Befund insbesondere einen Tumor, aufdecken. Sowohl eine Gastroskopie und eine ausführliche kardiologische Untersuchung blieben ohne Befund. Der jüngere der beiden Patienten konnte sich noch nicht zu einer Therapie entschliessen und wird symptomatische mit Analgetica behandelt. Der Ältere Patient, bei dem die Infiltration des Processus xiphoideus und der Umgebung mit einem Lokalanästhetikum nicht zielführend war, war nach Resektion des Processus beschwerdefrei und wieder arbeitsfähig.

Es wird ein therapeutischer Algorithmus dieses seltenen Krankheitsbildes vorgestellt.