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16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie

04.10. - 06.10.2007, Konstanz

Benigne tracheoösophageale Fistel – Früh- und Langzeitergebnisse nach operativer Versorgung

Meeting Abstract

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  • Thomas Krbek - Ruhrlandklinik, Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie, Essen
  • Sylvia Fechner - Ruhrlandklinik, Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie, Essen
  • Georgios Stamatis - Ruhrlandklinik, Thoraxchirurgie und thorakale Endoskopie, Essen

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie. Konstanz, 04.-06.10.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc07dgtP3

DOI: 10.3205/07dgt03, URN: urn:nbn:de:0183-07dgt032

Veröffentlicht: 22. März 2010

© 2010 Krbek et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Benigne tracheoösophageale Fistel entstehen meistens als Folge von notfallmäßigen Intubationsmaneuvern oder einer Langzeibeatmung und stellen wegen der Komorbidität der Betroffenen komplexe Krankheitsverläufe dar. In dieser Präsentation werden die Früh- und Langzeitergebnisse nach operativer Therapie analysiert.

Material und Methode: In der Zeit vom 1989 bis 4/2007 wurden 25 Patienten (13 Männer und 12 Frauen, Durchschnittsalter 32±8,5 Jahre) operiert. Bei 2 lag eine angeborene Fistel, bei 7 eine Verletzung nach notfallmäßiger Intubation/Tracheotomie, bei den restlichen 16 eine cuffbedingte Nekrose der Pars membranacea nach Langzeitbeatmung vor. 3 Patienten hatten zur Zeitpunkt der Operation eine offenes Tracheostoma. Die Länge der Fistel betrug 1,8 bis 6 cm. Operativ wurde erst die Trachea oberhalb der Fistel eröffnet, der Anteil samt Tracheostoma, wenn vorhanden, reseziert. Der Fistelrand wurde exzidiert, der Ösophagus in zwei Reihen verschlossen, die Naht mit dem linken M. sternohyoideus gedeckt. Zuletzt folgte die End zu End Anastomose der Trachea.

Ergebnisse: Eine operative Letalität konnte nicht beobachtet werden. Als postoperative Komplikationen bildeten zwei Patienten eine passagere Heiserkeit, zwei weitere Patienten eine Pneumonie, ein Patient eine sekundäre Wundheilung der alten Tracheotomiestelle. Die Wiederaufnahme der oralen Ernährung konnte bei allen Patienten 6–8 Tage nach der Operation komplett erfolgen ohne Hinweis für ein Fistelrezidiv. 18 Jahre bis 2 Monate nach der Operation sind die Langzeitergebnisse bei allen Patienten ausgezeichnet. Bougierungen des Ösophagus oder der Trachea waren nicht erforderlich.

Schlussfolgerung: Bei benignen tracheoösophagealen Fisteln stellt die operative Resektion der Fistel mit primärer Naht, Muskeldeckung und Trachearesektion mit End zu End Anastomose die Methode der Wahl dar. Die Zahl der postoperativen Komplikationen ist sehr neidrig die Langzeitergebnisse ausgezeichnet.