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49. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie (DGPW)

Deutsche Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie e. V.

06.10.-08.10.2011, Ulm

Perioperatives Management von Patienten unter fortgesetzter Marcumartherapie bei dermatochirurgischen Eingriffen

Meeting Abstract

  • corresponding author Wolfgang Eichhorn - Henriettenstiftung Hannover, Klinik für MKG Chirurgie, Hannover
  • Ralf Smeets - Henriettenstiftung Hannover, Klinik für MKG Chirurgie, Hannover
  • Marco Blessmann - Henriettenstiftung Hannover, Klinik für MKG Chirurgie, Hannover
  • Marc Eichhorn - Zollernalbklinikum Krankenhaus Balingen, Abteilung für MKG, Balingen
  • Evgeny Barsukov - Henriettenstiftung Hannover, Klinik für MKG Chirurgie, Hannover
  • Max Heiland - Henriettenstiftung Hannover, Klinik für MKG Chirurgie, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie. 49. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie (DGPW). Ulm, 06.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpw018

DOI: 10.3205/11dgpw018, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpw0181

Veröffentlicht: 7. Dezember 2011

© 2011 Eichhorn et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: In Deutschland gibt es zirka 800.000 Patienten, die mit dem Vitamin K-Antagonisten Marcumar behandelt werden. Die Frage des Absetzens oder Fortführens der oralen Antikoagulation vor dermatochirurgischen Eingriffen wird kontrovers diskutiert. Ziel dieser klinischen Studie ist es, die Blutungsrate bei fortgesetzter oraler Antikoagulation im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne orale Antikoagulation zu bestimmen.

Methoden: Die Gruppe A bestand aus 175 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 77 Jahren (Bereich: 59-90Jahre), einer präoperativen INR (International Normalized Ratio) von 2,24 und die Kontrollgruppe B aus 101 Patienten. Basaliome (51%), Plattenepithelcarcinome (14%), solare Keratosen (13%), seborrhoische Keratosen (10%) und eine Lentigo maligna (3%) machten die Eingriffe erforderlich.

Ergebnisse: Die Nachblutungsrate bei fortgesetzter oraler Antikoagulation mit Marcumar betrug 8,5%, die der Kontrollgruppe 4%.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass ein dermatochirurgischer Eingriff unter fortgesetzter oraler Antikoagulation mit Marcumar unter Beachtung der entsprechenden Kautelen sicher möglich ist. Eine 24h Erreichbarkeit ist empfehlenswert.