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43. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 17. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

13.09. - 15.09.2012, Bremen

Humane endotheliale Progenitorzellen bilden kapillar-ähnliche Strukturen in Fibrin durch eine Koimplantation mit Adipose-derived Stem Cells auf der Chorioallantoismembran

Meeting Abstract

  • presenting/speaker H. Nienhueser - Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Freiburg, Germany
  • N. Torio-Padron - Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Freiburg, Germany
  • G.B. Stark - Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Freiburg, Germany
  • S. Strassburg - Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Freiburg, Germany

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 43. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 17. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Bremen, 13.-15.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocFV64

DOI: 10.3205/12dgpraec075, URN: urn:nbn:de:0183-12dgpraec0756

Veröffentlicht: 10. September 2012

© 2012 Nienhueser et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Tissue Engineering von Fettgewebsäquivalenten hat zum Ziel, die Bildung von Konstrukten zum Ersatz oder Augmentation von Weichteildefekten zu ermöglichen. Die große Herausforderung im Tissue Engineering von Fettgewebe liegt darin eine schnelle Vaskularisierung des Transplantes zu ermöglichen, um Resorption oder Zellnekrosen auf Grund von unzureichender Versorgung mit Nährstoffen zu vermeiden. Eine Koimplantation von Adipose-derived Stem Cells (ASC) mit endothelialen Progenitorzellen (EPC) stellt eine Möglichkeit dar, diesen Prozess zu verbessern. In dieser Studie haben wir den Effekt einer Koimplantation auf die Ausbildung von kapillar-ähnlichen Strukturen durch die EPCs untersucht.

Material und Methoden: EPCs aus humanem peripherem Blut und ASCs aus humanem Fettgewebe wurden in Fibrin suspendiert und auf der Chorioallantoismembran (CAM) von befruchteten Hühnereiern implantiert. Nach einer Inkubationsdauer von neun Tagen wurden die CAM-Fibrin-Konstrukte explantiert und histologisch untersucht (H&E- und human-spezifische anti-CD31 Färbung), um kapillar-ähnliche Strukturen zu identifizieren. Monokulturen aus ASCs bzw. EPCs dienten als Kontrollen.

Ergebnisse: Nach Ablauf des Inkubationszeitraums konnten in den Fibrinkonstrukten, in denen ASCs und EPCs koimplantiert worden waren, Blutgefäße humanen Ursprungs identifiziert werden, die Anschluss an das Gefäßsystems des Hühnerembryos gefunden hatten und mit Erythrozyten perfundiert waren. Die meisten perfundierten Gefäße lagen in direkter Nähe zur CAM, während eine größere Anzahl an nicht-perfundierten Gefäßen in größerem Abstand zur CAM gefunden werden konnte. In den Monokulturen aus ASCs und EPCs konnten keine CD31+ kapillar-ähnlichen Strukturen identifiziert werden.

Schlussfolgerung: Eine Koimplantation mit ASCs führt zu einer Bildung von funktionalen Blutgefäßen und kapillar-ähnlichen Strukturen durch humane EPCs im CAM-Modell und stellt damit einen interessanten Ansatz zur Verbesserung der Blutversorgung von Fettgewebsäquivalenten im Tissue Engineering dar.