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49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

29.09. - 01.10.2011, Innsbruck

Tissue Engineering von vaskularisiertem Fettgewebe auf bioabbaubaren Trägermaterialien

Meeting Abstract

  • author Jürgen H. Dolderer - Klinik für Plastische-, Hand-, Rekonstruktive- und Verbrennungschirurgie, BG-Unfallklinik, Eberhard-Karls Universität Tübingen
  • Stefan M. Schiller - Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), School of Soft Matter Research, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Stephan Valina - Klinik für Plastische-, Hand-, Rekonstruktive- und Verbrennungschirurgie, BG-Unfallklinik, Eberhard-Karls Universität Tübingen
  • Ulrich Schröder - Leibniz Institut für Neurobiologie, Projektgruppe Neuropharmakologie, Magdeburg
  • Konrad Kohler - Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin, Universitätsklinikum Tübingen, Eberhard-Karls Universität Tübingen
  • Hans-Ulrich Häring - Medizinische Klinik IV, Abt. Endokrinologie und Diabetologie, Angiologie, Nephrologie und Klinische Chemie, Universitätsklinikum, Eberhard-Karls Universität Tübingen
  • Dorothea Siegel-Axel - Medizinische Klinik IV, Abt. Endokrinologie und Diabetologie, Angiologie, Nephrologie und Klinische Chemie, Universitätsklinikum, Eberhard-Karls Universität Tübingen
  • Hans-Eberhard Schaller - Klinik für Plastische-, Hand-, Rekonstruktive- und Verbrennungschirurgie, BG-Unfallklinik, Eberhard-Karls Universität Tübingen

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Innsbruck, 29.09.-01.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpraecP93

DOI: 10.3205/11dgpraec277, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpraec2776

Veröffentlicht: 27. September 2011

© 2011 Dolderer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie besteht eine große Nachfrage für autologe Fettgewebstransplantate zur Rekonstruktion von Weichteildefekten wie sie nach Tumorentfernungen vorkommen. Die Blutgefäßneubildung ist dabei der bedeutenste und gleichzeitig kritischste Faktor für Volumen, Qualität und Langzeitüberleben der transplantierten de-novo hergestellten Fettgewebekonstrukte von klinisch relevantem Volumen. Ziel dieser Studie war es, in einem Wachstumskammermodell mit speziellen Träger-Biomaterialien eine signifikante de-novo Fettgewebszüchtung in vitro und vivo zu erhalten.

Material und Methoden: Immunhistochemische und molekularbiologische Methoden wurden zum Nachweis der Protein- und Genexpression von spezifischen und signifikanten Angiogenesefaktoren in dem de-novo gewachsenen vaskularisierten Fettgewebe in vitro und vivo angewendet. Dabei wurden spezifische Zytokine, Chemokine, Adipokine und andere Wachstumsfaktoren im Gewebe evaluiert. Das Modell besitzt eine eigene intrinsische Blutversorgung mit hohem angiogenetischen Potential für das Fettgewebewachstum.

Ergebnisse: In dem de-novo generierten vaskularisierten Fettgewebe aus der Wachstumkammer mit intrinsischer Blutversorgung konnte ein signifikanter Unterschied der Expression der Angiogenesefaktoren, v.a. des Zytokine (IL8), im Vergleich zum Kontrollgewebe und daher auch eine bessere Adhäsion und Proliferation der Fettzellen auf den bioabbaubaren Trägermaterialien nachgewiesen werden. Diese veränderte angiogene Expression und adequate Biomaterialien bewirkte ein exponentielles Fettgewebswachstum innerhalb der Wachstumskammer in vivo im Vergleich zum Kontrollgewebe.

Schlussfolgerung: Schlußfolgernd zeigte diese Studie, daß eine de-novo Züchtung von vaskularisiertem Fettgewebe durch die verbesserte Angiogenese und Rekrutierung von Fett-Stammzellen in einem Wachstumskammermodell mit adequaten bioabbaubare Trägermaterialien in vivo erreicht werden kann, welches anschließend mit eigener intrinsischer Blutversorgung zum körpereignen Weichteilersatz klinisch verwendet werden kann.