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49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

29.09. - 01.10.2011, Innsbruck

Keispektrum und antibiotische Therpie der Sternumosteomyelitis

Meeting Abstract

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  • author Nicolas Stütz - Malteser Krankenhaus Bonn, Bonn
  • M. Aust A. Lang - Malteser Krankenhaus Bonn, Bonn
  • K. Busch - Malteser Krankenhaus Bonn, Bonn

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Innsbruck, 29.09.-01.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpraecP31

DOI: 10.3205/11dgpraec223, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpraec2239

Veröffentlicht: 27. September 2011

© 2011 Stütz et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Sternumosteomyelitis tritt als exogen-sekundäre Infektion nach 0,8-8% aller Operationen mit Sternotomie auf. Sie führt zu ausgeprägten Wundheilungsstörungen mit rezidivierenden Fistelungen und teilweise putrider Sekretion. Sie ist verantwortlich für eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität und Ursache einer signifikanten Erhöhung der Sterblichkeit nach Herzoperationen. Unbehandelt liegt die Sterblichkeit nach sternaler Wundinfektion bei bis zu 70%.

Material und Methoden: Bei der Behandlung der Sternumosteomyelitis und der durch sie verursachten, postoperativen Wundheilungsstörungen, stellt die Erzielung einer infektfreien Wundsituation den wesentlichen Therapiefaktor dar. Nur durch die radikale Entfernung der abgestorbenen und kontaminierten Gewebebezirke läßt sich eine Heilung erzielen und rezidivierende Fistelbildungen nach der im Anschluss durchgeführten, plastischen Defektdeckung vermeiden.

Ergebnisse: Zwischen den - falls erforderlich - mehrzeitig durchgeführten Debridements kann die Wunde mittels VAC-Verband versorgt und somit der Wundgrund in Hinblick auf die definitive Defektdeckung konditioniert werden. In Abhängigkeit von der Defektlokalisation sowie der Defektgröße eignen sich für die Versorgung prästernaler Defektwunden insbesondere die ein- oder beidseitige M. Pectoralis Major- (6 Fälle) oder aber die gestielte M. Latissimus Dorsi- Lappenplastik (43 fälle). Parallel zu den chirurgischen Maßnahmen erhalten die Patienten eine resistenzgerechte Antibiotikatherapie. Ziel dieser Studie war die vollständige Dokumentation des Keimspektrums und der abtrichgerechten antibiotischen Therapie über den gesamten Behandlungsverlauf. Am häufigsten traten Infektionen mit S. areus, S. epidermidis und E. coli auf.

Schlussfolgerung: Es konnte zwar eine Keimreduzierung, jedoch keine vollständig infektfreie Situation erreicht werden. Wir empfehlen die chirurgische Therapie der Sternumosteomyelitis, es sollte jedoch unbedingt eine abstrichgerechte, antibiotische Therpie simultan durchgeführt werden.