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49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e. V. (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen e. V. (VDÄPC)

29.09. - 01.10.2011, Innsbruck

Patientenzufriedenheit, Lebensqualität und klinische Spätergebnisse nach Gynäkomastie

Meeting Abstract

  • author Tobias Baumgart - Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
  • M. Mavroudis - Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
  • L. Kovacs - Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
  • O.N. Papadopulos - Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
  • H.-G. Machens - Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
  • P. Herschbach - Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München
  • N.A. Papadopulos - Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München; Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. 49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC), 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), 16. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Innsbruck, 29.09.-01.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgpraecV132

DOI: 10.3205/11dgpraec133, URN: urn:nbn:de:0183-11dgpraec1339

Veröffentlicht: 27. September 2011

© 2011 Baumgart et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ziel der Arbeitsgruppe „Lebensqualität“ war es, retrospektiv-klinisch nach plastisch-chirurgischen Eingriffen bei Gynäkomastie die Lebensqualität in Korrelation mit der Operation zu eruieren. Im Falle des vorliegenden Themas wurde ein follow-up von bis zu 20 Jahren erreicht, um unter Verwendung von standardisierten und einem von der Arbeitsgruppe entwickeltem Fragebogen die Folgen bzw. Veränderungen durch die Operation in psychologischer und sozialer Weise genauer zu eruieren.

Material und Methoden: Eingang in die klinische retrospektive Studie fanden 90 Patienten, die sich zwischen 1988 und 2008 aufgrund einer bestehenden Gynäkomastie an unserer Klinik einer plastisch-chirurgischen Operation unterzogen. Bei den Fragebögen handelte es sich im Einzelnen um uns aus den Vorarbeiten bekannten FLZM (Fragen zur Lebenszufriedenheit Module), einem standardisierten Fragebogen zur Untersuchung der Lebensqualität, FPI-R-L (Freiburger Persönlichkeitsinventar), RES (Rosenberg Self Esteem Questionaire) und einen von uns indikationsspezifisch entwickelten Fragebogen; dabei handelte es sich bei den ersten drei genannten um internationale, durch Normwerterhebungen standardisierte Fragebögen.

Ergebnisse: 35 Patienten nahmen an der Studie teil. Im Mittel waren diese 43 Jahre alt, wobei der größte Teil zwischen 35-44 Jahre (n=10) alt war, das Gewichtmittel betrug 88,7 kg bei einer mittleren Körpergröße von 180cm. Bei 66% der Teilnehmer konnte das persönliche Wohlbefinden gesteigert werden. Im Durchschnitt wurden bezüglich des ästhetischen Operationsergebnisses (auf einer Skala von 0 bis 10) 7,5 Punkte erreicht. Im FLZ Fragebogen konnte bei allen Patienten im allgemeinen Teil des Fragebogens ein höherer Summenscore gegenüber der Normbevölkerung erreicht werden. Im gesundheitsspezifischen Teil war eine Progression bei „Unabhängig von Hilfe“ und „Fortbewegungsfähigkeit“ zu verzeichnen. Der FPI-R-L Fragebogen zeigte mit einer durchschnittlichen Punktzahl von 5,31 (Skala von 0 bis 14) eine normale und „gesunde“ Emotionalität bzw. Selbsteinschätzung. Abschließend lag der „Self Esteem“ Mittelwert vom RES bei 32,42 (Skala von 10 bis 40), und war damit höher als 30, was als die untere Grenze für ein hohes Selbstbewusstsein gilt.

Schlussfolgerung: Statistisch deskriptiv konnte diese Studie eindeutig zeigen, daß die plastisch-ästhetische Chirurgie bei Gynäkomastiepatienten sehr gut von den Patienten toleriert werden und diese Art von Operationen einen positiven, subjektiven Einfluss auf die Lebensqualität und Zufriedenheit der Patienten hat. Das subjektive Wohlbefinden der Patienten stieg nach dem Eingriff. Im Bezug auf die psychologischen Hintergründe konnten die Patienten postoperativ von einem im Vergleich zur Norm stabilen Emotionalität und höheren Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen profitieren.