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26. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII)

Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie

08.03. - 10.03.2012, Berlin

Pharmakologische Nachstarprophylaxe: Biokompatibilität und Wirkungsmechanismus von Alkylphospholipiden

Meeting Abstract

  • Kirsten Eibl-Lindner - München
  • R. Liegl - München
  • A. Wolf - München
  • M. Kernt - München
  • D. Kook - München
  • A. Kampik - München

Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie. 26. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, Interventionelle und Refraktive Chirurgie (DGII). Berlin, 08.-10.03.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgii112

DOI: 10.3205/12dgii112, URN: urn:nbn:de:0183-12dgii1129

Veröffentlicht: 7. März 2012

© 2012 Eibl-Lindner et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Alkylphospholipide (APLs) sind antiproliferativ wirksame Moleküle, die zur Beladung von Intraokularlinsen eingesetzt werden können, um der Nachstarentstehung im Kapselsack vorzubeugen.

Methodik: APLs wurden in drei unterschiedlichen Konzentrationen auf das Endothel von 6 humanen Spenderhornhäuten pipettiert und die Zellvitalität 24 Std später mit dem Live/Dead Assay bestimmt. Zur Überprüfung der retinalen Langzeittoxizität wurden APLs intravitreal appliziert und die Katzenaugen 28 Tage danach klinisch und morphologisch untersucht. Der Wirkungsmechanismus der APLs ist an einer humanen Linsenepithelzellinie (HLE-B3) mit einem kolorimetrischen ELISA Assay für PI3K/AKT überprüft worden.

Ergebnisse: Humanes Hornhautendothel toleriert APL Konzentrationen von bis zu 1 mM über 24 Std. Im Katzenauge sind keine morphologischen retinalen Veränderungen 28 Tage nach intravitrealer Gabe festzustellen. Als Wirkungsmechanismus konnten wir eine Dosis-abhängige Hemmung des PI3K/AKT Signaltransduktionsweges in humanen Linsenepithelzellen zeigen.

Schlussfolgerungen: APCs verfügen über eine gute Biokompatibilität im vorderen und hinteren Augenabschnitt nach topischer Applikation. Der Wirkungsmechanismus beinhaltet eine Inhibiton des PI3K/AKT Signaltransduktionsweges.