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Wissenschaft – eine Säule der Hebammenarbeit: 1. Internationale Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V. (DGHWi)

Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V.

23.09.2011, Hildesheim

Befragen Sie noch oder teilen Sie schon Fragebögen aus?

Meeting Abstract

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  • Gertrud M. Ayerle - Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle, Deutschland

Wissenschaft – eine Säule der Hebammenarbeit. 1. Internationale Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft. Hildesheim, 23.-23.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dghwi02

DOI: 10.3205/11dghwi02, URN: urn:nbn:de:0183-11dghwi023

Veröffentlicht: 15. September 2011

© 2011 Ayerle.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Sowohl im Bereich der Hebammenforschung als auch in der (außer-)klinischen Hebammentätigkeit spielen Befragungen zur Erhebung von Daten eine Rolle, die entweder für die Beantwortung von Forschungsfragen unerlässlich oder in der Begleitung von Frauen nützlich sind. In Deutschland scheint es insbesondere im Bereich der (außer-)klinischen Hebammentätigkeit kaum klientinnenbezogene Erhebungsinstrumente zu geben. Die wenigen existierenden Erhebungsbögen werden kaum oder nur zögerlich eingesetzt. Anders scheint es sich in der Hebammenforschung zu verhalten, wo verschiedene Erhebungsinstrumente aus angrenzenden Disziplinen verwendet werden, um den Mangel an zielgruppenspezifischen Fragebögen zu kompensieren.

Der Titel des geplanten Vortrags – frei nach dem Buchtitel „Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon?“ von Matthias Pöhm – will keineswegs suggerieren, dass die Erhebung von Daten durch Fragebögen per se derjenigen durch persönliche Befragung überlegen ist. Jedoch sind diesbezüglich mehrere Kriterien differenziert zu betrachten.

Fragestellung: Diese Arbeit, die sich die kritische Betrachtung selektiver zielgruppenspezifischen Erhebungsinstrumente, die für die Hebammenforschung oder -tätigkeit relevant sind, zum Ziel gesetzt hat, will folgende Fragen beantworten:

  • Welche Erhebungsinstrumente existieren international/in Deutschland, die typischerweise angewendet werden?
  • Welche Gütekriterien müssen Erhebungsinstrumente erfüllen, um in der Forschung und Hebammentätigkeit nützlich und verlässlich zu sein?

Infolge der Präsentation können die Teilnehmerinnen Erhebungsinstrumente benennen, die für die Forschung und Praxis von Hebammen relevant sind. Sie verfügen über das erforderliche Wissen, die Instrumente nach ihren Gütekriterien zu unterscheiden und die Anwendbarkeit der Fragebögen in der Hebammenforschung und -praxis kontrovers zu diskutieren.

Methode: Auf der Grundlage einer Literaturrecherche werden die in Deutschland (und auch im englischsprachigen Ausland) im Bereich der Hebammenforschung und -praxis verwendeten Erhebungsinstrumente kritisch analysiert. Unter Zuhilfenahme von Thesen werden selektierte zielgruppenspezifische Erhebungsinstrumente beispielhaft hinsichtlich ihrer Gütekriterien untersucht und deskriptiv dargestellt.

Ergebnisse: In Beantwortung der Forschungsfragen werden die in der deutsch- und englischsprachigen Literatur benannten zielgruppenspezifischen Erhebungsinstrumente hinsichtlich ihrer Funktion und Verwendung aufgezeigt. Insbesondere werden die Fragebögen beschrieben, die in Deutschland Anwendung finden. Die Gütekriterien von selektierten Erhebungsinstrumenten werden kritisch beleuchtet und ihre Nützlichkeit und Verlässlichkeit kontrovers diskutiert.

Schlussfolgerungen/Praxisrelevanz: Diese Arbeit unterstreicht die Bedeutung der genauen Kenntnis der international für die Hebammenforschung und -praxis zur Verfügung stehenden Erhebungsinstrumente. Sie zeigt auf, in welchen Bereichen des Hebammenwesens insbesondere ein Mangel an (deutschsprachigen) zielgruppenspezifischen Fragebögen besteht.