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53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

11.10. - 13.10.2012, Lübeck

Regeneration von Knochendefekten der Hand mit Polycaprolacton Implantaten

Meeting Abstract

  • author presenting/speaker Thilo Schenck - Klinikum rechts der Isar, Plastische Chirurgie und Handchirurgie, München, Deutschland
  • Michael Koch
  • Farid Rezaeian
  • Daniel F. Müller
  • Hans-Günther Machens
  • Jan-Thorsten Schantz

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Lübeck, 11.-13.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgh74

DOI: 10.3205/12dgh74, URN: urn:nbn:de:0183-12dgh744

Veröffentlicht: 9. Oktober 2012

© 2012 Schenck et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Häufig erfordern Knochensubstanzdefekte an der Hand eine chirurgische Herangehensweise. Ziel ist es hierbei die Stabilität des Handskeletts zu erhalten. Bisherige Herangehensweisen bergen chirurgische Risiken oder sind mit Verbleib von Fremdmaterial im Körper verbunden.

Methodik: An 5 Patienten unserer Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie wurde ein innovatives bioresorbierbares Polycaprolacton Implantat zur Therapie von ossären Defekten verwendet. Postoperativ wurden die Patienten klinisch untersucht und anhand von konventionellen Röntgenaufnahmen und CT-Aufnahmen die ossäre Konsolidierung der Defekte bestätigt.

Ergebnisse: Bei der klinischen Nachuntersuchung zeigten sich bei allen Patienten stabile knöcherne Verhältnisse und Schmerzfreiheit. Es waren keinerlei Reaktionen auf das Material, Transplantatdislokationen, Wundheilungsstörungen oder andere Komplikationen festzustellen. In der bildgebenden Diagnostik zeigte sich eine ossäre Durchbauung der Implantate.

Schlussfolgerung: Polycaprolactonimplantate stellen eine sichere und risikoarme Therapieoption zur Behandlung von Knochensubstanzdefekten an der Hand dar. Weitere Fortschritte der Knochenregeneration sind durch die Eignung des Materials zur Bioaktivierung durch Zellen und Wachstumsfaktoren zu erwarten.