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53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

11.10. - 13.10.2012, Lübeck

Tennisballgroßes Keratoakanthom in der Hohlhand – Ein Fallbericht

Meeting Abstract

  • author presenting/speaker Tim Lögters - Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Unfall- und Handchirurgie, Düsseldorf, Deutschland
  • Michael Schädel-Höpfner
  • Joachim Windolf

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Lübeck, 11.-13.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgh66

DOI: 10.3205/12dgh66, URN: urn:nbn:de:0183-12dgh667

Veröffentlicht: 9. Oktober 2012

© 2012 Lögters et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Das Keratoakanthom ist ein rasch wachsender Hauttumor, der von den Haarfollikeln ausgeht und histologisch Ähnlichkeiten mit Plattenepithelkarzinomen hat. An der Hand kommt dieser Tumor vergleichsweise selten vor. Anhand eines Fallberichts werden der diagnostische Algorithums, die möglichen Differentialdiagnosen und die therapeutischen Optionen für das Keratoakanthom an der Hand erläutert.

Fallbeschreibung: Ein 49-jähriger Koch (!) stellte sich bei uns mit einem 4 x 7,5 Zentimeter großen Tumor in der linken Hohlhand vor. Angrenzend an die normale Haut war eine derbe, große Papel mit zentraler Verhornung und multiplen keratotischen Pfröpfen, die von einer Kruste bedeckt waren nachweisbar. Es erfolgte die chirurgische Resektion des glatt und streng auf die Dermis begrenzten Tumors. Histologisch wurde ein Keratoakanthom nachgewiesen. Angesichts der immensen Größe erfolgte die Defektdeckung in der Hohlhand durch ein Vollhauttransplantat nach Erhalt des histologischen Ergebnisses (Abbildung 1 [Abb. 1]).

Schlussfolgerung: Auch in der Hohlhand haben Keratoakanthome bei sachgerechter Therapie eine gute Prognose mit allenfalls geringen funktionellen Einschränkungen. Differentialdiagnostisch sollte ein Plattenepithelkarzinom und virusinduzierte Epithelproliferationen ausgeschlossen werden.