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53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

11.10. - 13.10.2012, Lübeck

Entwicklung der Fallpauschalenvergütung in verschiedenen chirurgischen Fachgebieten

Meeting Abstract

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  • author presenting/speaker Oliver Lotter - Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen, Klinik für Plastische, Hand-, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, Tübingen, Deutschland
  • Stephane Stahl
  • H.-E. Schaller

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Lübeck, 11.-13.10.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgh11

DOI: 10.3205/12dgh11, URN: urn:nbn:de:0183-12dgh117

Veröffentlicht: 9. Oktober 2012

© 2012 Lotter et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Seit Einführung der Diagnosis-Related Groups (DRGs) in Deutschland verändern sich die vergütungsrelevanten Variablen ständig. Subjektiv ist die DRG-Vergütung fachgebietsübergreifend mit negativen Konnotationen behaftet. In der folgenden Untersuchung sollen die Entwicklung der Erlössituation und Verweildauer in verschiedenen chirurgischen Fachgebieten dargestellt werden.

Methodik: Durch Gruppierung der 10 häufigsten handchirurgischen, unfallchirurgischen, allgemeinchirurgischen sowie thorax-, herz- und gefäßchirurgischen Diagnosen und Therapien konnten die DRGs zwischen 2004 und 2010 bestimmt und daraus vergleichbare Parameter abgeleitet werden.

Ergebnisse: Bei nahezu konstanter unterer Grenzverweildauerverkürzten sich die mittlere und Verweildauer bei den meisten der Top-10-Diagnosen. Im Beobachtungszeitraum von 7 Jahren stieg der Gesamterlös in der Handchirurgie um 30%. Die Allgemeinchirurgie legte um 20% und die Thorax-Herz-Gefäßchirurgie um 17% zu, während die Unfallchirurgie mit 1% eine degressive Vergütung zeigte. Dies entspricht einer mittleren jährlichen Wachstumsrate von 4,47%, 3,08%, 2,68% bzw. –0,15%. Der Vergleich der Erlöse in den 4 Fachgebieten mit repräsentativen makroökonomischen Parametern konnte keine gemeinsame Entwicklung aufdecken.

Schlussfolgerung: Die Abnahme von mittlerer und oberer Verweildauer ist fachgebietsübergreifend. Die Gesamterlöse entwickelten sich teilweise gegensätzlich. Negativwachstum birgt die Gefahr in sich, dass insbesondere durch das Hinzukommen steigender Personalkosten mittel- bis langfristig notwendige Krankenhausinvestitionen nicht getätigt werden können.