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52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

06.10. - 08.10.2011, Bonn

Handgelenksarthrodese versus -Prothese – Was können wir unseren Patienten empfehlen?

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Hans-Georg Damert - Universitätsklinik Magdeburg, Klinik f. Plastische, Ästhetische und Handchirurgie, Magdeburg, Deutschland
  • Silke Altmann

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Bonn, 06.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgh64

DOI: 10.3205/11dgh64, URN: urn:nbn:de:0183-11dgh640

Veröffentlicht: 5. Oktober 2011

© 2011 Damert et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Verschiedene Ursachen können zu einer Destruktion des Handgelenkes führen. Seien es degenerative, entzündliche, infektiöse oder traumatische Ursachen, betreffen sie Knochen oder Bänder. Häufig haben diese Patienten einen langen Leidensweg mit vielfachen Operationen hinter sich gebracht – ohne wesentliche Beschwerdelinderung. Am Ende der therapeutischen Leiter stellt sich nicht selten irgendwann die Frage: Einsteifung oder Prothese

Methodik: In unserer Klinik wurde bis 2005 in solchen Fällen allein die Handgelenkarthrodese durchgeführt. Seit Februar 2005 bieten wir unseren Patienten alternativ auch eine Handgelenkprothese (Uni-2) an. Die Indikation wird streng gestellt. Von 2005–2011 wurden in unserer Klinik 16 Prothesen implantiert, darunter eine Tumorprothese des Handgelenkes.

Ergebnisse: In einem Fall wurde nach 5 Jahren die distale Komponente ausgetauscht. Keine Prothese musste entfernt werden. Die resultierende Beweglichkeit für die Extension/Flexion von durchschnittlich 30-0-30 Grad ist als gut zu bewerten. Ulnar- und Radialduktion sind mit durchschnittlich 10-0-5 Grad eingeschränkt. Bis auf eine Patientin würden sich alle Patienten wieder eine Prothese implantieren lassen. Im gleichen Zeitraum wurde nur bei 4 Patienten eine Arthrodese des Handgelenkes vorgenommen.

Schlussfolgerung: Die Prothetik der Hand- und Fingergelenke befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Die Standzeiten werden derzeit mit durchschnittlich sechs Jahren für die Handgelenkprothese angegeben. Können wir unseren Patienten trotzdem dieses Verfahren empfehlen? Anhand unserer Ergebnisse würden wir diese Frage bejahen. Bei kritischer Indikationsstellung stellt die Prothese des Handgelenkes unserer Meinung nach eine echte Alternative zur Einsteifung, mit deutlich besserer Lebensqualität, dar.