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52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

06.10. - 08.10.2011, Bonn

Durchführung der Ulnaverkürzungsosteotomie bei idiopathischem Ulna-Impaction-Syndrom unter Durchführung einer Querosteotomie und Verwendung einer 7-Loch-LCDC-Platte sowie eines AO-Plattenspanners

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Nicole-Simone Schmidt - Immanuel Krankenhaus Berlin, Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie, Berlin, Deutschland
  • Martin Lautenbach
  • Andreas Eisenschenk

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Bonn, 06.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgh43

DOI: 10.3205/11dgh43, URN: urn:nbn:de:0183-11dgh433

Veröffentlicht: 5. Oktober 2011

© 2011 Schmidt et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Im Rahmen der Studie werden die Vor- und Nachteile der Verkürzungsosteotomie nach o.g. Verfahren untersucht und bezüglich der Anwendbarkeit des Verfahrens, Ergebnisse wie Schmerzreduktion und möglicher Komplikationen wie z.b. Mal- und Nonunion, mechanischer Irritation und Sensibilitätsstörungen gegenüber anderen angewandten Verfahren verglichen.

Methodik: Die Studie umfasst Patienten, bei denen im Zeitraum von Dezember 2001 bis Februar 2011 eine Ulnaverkürzungsosteotomie nach o.g. Verfahren durchgeführt wurde. Derzeit liegen Ergebnisse von 93 Fällen vor. 11 Patienten wurden dabei beidseits operiert. Die Studie ist retro- und prospektiv. Die Nachuntersuchung bezieht sich auf die Rate von Komplikationen wie Mal- oder Nonunion, Sensibilitätsstörungen, mechanischen Irritationen und Schmerzangabe prä- und postoperativ nach VAS.

Ergebnisse: Bei den 93 durchgeführten Ulnaverkürzungsosteotomien traten 2 Pseudarthrosen auf. Bei einer Patientin kam es nach vorzeitiger Metallentfernung aufgrund mechanischer Irritation zu einer Refraktur. Eine Patientin entwickelte eine Arthrose im distalen Radioulnargelenk, weswegen anschließend eine Arthrodese nach Kapandji durchgeführt werden musste. Eine Patient entwickelte im Verlauf ein CRPS und wurde diesbezüglich stationär therapiert. 88 Patienten beschrieben eine deutliche Linderung der ulnokarpalen Schmerzen bis hin zur vollständigen Schmerzfreiheit. 2 Patienten beschrieben keine Veränderung durch die durchgeführte Operation. 3 Patienten gaben eine Zunahme der ulnokarpalen Beschwerden an.

Schlussfolgerung: Die Ulnaverkürzungsosteotomie mit der 7-Loch-Platte, Durchführung einer Querosteotomie und Anwendung eines Plattenspanners zeigt gegenüber anderen angewandten Verfahren keine erhöhte Rate an Mal- oder Nonunion. Der Einsatz von speziellen Osteotomiehilfen oder Gleitlochplatten ebenso wie die Durchführung einer Schrägosteotomie zeigen statistisch keine wesentliche Verringerung der typischen Komplikationen. Bei weit ulnar lokalisierter Platte zeigen sich bei ulnodorsalem Zugang ähnliche Raten an mechanischen Irritationen wie beim palmaren Zugang.