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50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

08.10.- 10.10.2009, Tübingen

Funktionelle Langzeitergebnisse bei einer Sechzehnjährigen nach schwerer Avulsionsverletzung der linken Hand und Defektdeckung des Daumens mit einer Leistenlappenplastik im Alter von 3 Jahren

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Michael Schönberger - Krankenhaus Bethel, Handchirurgie, Bückeburg, Deutschland
  • Viktor Schneider

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Tübingen, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgh83

DOI: 10.3205/09dgh83, URN: urn:nbn:de:0183-09dgh832

Veröffentlicht: 5. Oktober 2009

© 2009 Schönberger et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Welche Möglichkeit besteht zur Defektdeckung einer schweren Avusionsverletzung der Hand mit Teilamputation des Daumens bei einer Dreijährigen?

Methodik: Nach einer schweren Avulsionsverletzung und Teilamputation des Daumens erfolgten die Defektdeckungen unter anderem mit einer Leistenlappenplastik.

Ergebnisse: Dargestellt werden die Ergebnisse über einen Beobachtungszeitraum von 13 Jahren. Aussagen können gemacht werden über den gesamten postoperativen Verlauf parallel zur Entwicklung des Kindes sowie über die funktionellen Langzeitergebnisse.

Schlussfolgerung: Nicht in jedem Fall einer schwerden Avulsionsverletzung an der Hand steht replantationswürdiges Material zur Verfügung. Technische Möglichkeiten allein garantieren keinen Erfolg auf eine gute Gebrauchfähigkeit der Hand nach Replantation. Speziell bei einem Kleinkind sollte bei der Frage der Defektdeckung die Leistenlappenplasti in die engere Wahl kommen. Nach bewährtem Muster ist es auch bei Kleinkindern möglich, einen Leistenlappen zu heben um größere Haut-Weichteildefekte an der Hand nach einer schweren Avulsionsverletzung zu decken. Patienten, die im Kleinkindalter operiert wurden, sollten über einen längeren Zeitraum regelmäßig nachuntersucht werden, damit der Erfolg des Eingriffs über Jahre dokumeniert und beurteilt werden kann. Im vorliegenden Fall beträgt der Beobachtungszeitraum 13 Jahre.