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50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

08.10.- 10.10.2009, Tübingen

Die Behandlung der Sattelgelenkarthrose mit der CMC-Pyrocarbon-Prothese: Technik und vorläufige Ergebnisse

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Ulrich Frank - Hessingpark-Clinic, Handchirurgie, Augsburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Tübingen, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dgh77

DOI: 10.3205/09dgh77, URN: urn:nbn:de:0183-09dgh776

Veröffentlicht: 5. Oktober 2009

© 2009 Frank.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Der 'gold standard' zur Behandlung der Sattelgelenkarthrose wird derzeit durch die Resektionsarthroplastik gesetzt. In den meisten Studien wird eine hohe Patientenzufriedenheit erreicht, bedingt durch Schmerzreduktion, Verbesserung der Beweglichkeit und nur geringen Kraftverlust.

Kann durch den Einsatz einer Hemiprothese, die das natürliche Gelenkverhältnis zwischen Trapezium und Metakarpalebasis erhält und damit eine Proximalisierung des Metakarpale verhindert, die Funktionalität verbessert werden, die gerade von einem jüngeren, noch voll im Arbeitsprozess integrierten Patienten erwartet wird ?

Methodik: Zwischen Juni 2006 und Mai 2008 wurden vom Autor 26 Patienten mit einer CMC-Pyrocarbonprothese bei Arthrosegrad II oder III nach Eaton operiert. 16 Frauen (davon 11 berufstätig; Altersdurchschnitt 56 Jahre) standen 10 Männer (davon 4 berufstätig; Altersdurchschnitt: 66,7 Jahre) gegenüber. Alle 26 Patienten stellten unabhängig von der Erwerbstätigkeit hohe Anforderung an die Funktionalität des Daumens. Der Nachuntersuchungszeitraum betrug 11–34 Monate. 25 Patienten konnten klinisch nachuntersucht werden; die subjektive Einschätzung wurde durch die neueste Version des DASH ermittelt.

Ergebnisse: Alle Patienten erreichten eine der Gegenseite entsprechende palmare und radiale Abduktionsfähigkeit. Die Oppositionsfähigkeit war bei 22 Patienten sehr gut, bei je einem Patienten gut und befriedigend. 19 Patienten erreichten eine sehr gute Retropositionsfähigkeit, je drei eine gute bis befriedigende Retroposition. Die Grobkraft, ermittelt mit dem Jamar-Dynamometer, ergab durchschnittlich 94%, die Messung des Pinchgriffs 81% der Gegenseite. Der Durchschnittswert im DASH betrug 14,4. 24 Patienten würden den Eingriff wieder durchführen lassen, zwei waren mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Radiologisch waren bei keinem Patienten Fehllage, Subluxation oder Lockerungszeichen der Prothese erkennbar.

Schlussfolgerung: Durch den Einsatz einer CMC-Pyrocarbonprothese wird trotz ermutigender Erstresultate in unserem Patientenkollektiv die Resektionsarthroplastik einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung der Sattelgelenkarthrose behalten. Möglicherweise stellt dieser Prothesentyp in der Zukunft eine Behandlungsmöglichkeit für jene Patiennten dar, die aufgrund ihres Alters entweder durch berufliche Belastung oder sportliche Anforderungen eine gute Funktionalität bei weitestgehender Schmerzlinderung wünschen. Weitere Untersuchungen sind nötig, die im wesentlichen eine größere Patientenanzahl und ein prospektives Studiendesign einschließen.