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3. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e. V. (DGESS)

Deutsche Gesellschaft für Essstörungen e. V.

23.02. - 25.02.2012, Hannover

Gruppe zur dosierten Gewichtszunahme – Vorstellung eines stationären Behandlungskonzeptes

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Essstörungen e.V. (DGESS). 3. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen. Hannover, 23.-25.02.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgess088

DOI: 10.3205/12dgess088, URN: urn:nbn:de:0183-12dgess0883

Veröffentlicht: 8. Februar 2012

© 2012 Kugelmann.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Bezüglich der Behandlung von Essstörungen gibt es viele unterschiedliche Konzepte, die sich vor allem im Grad der Strukturiertheit und der Eigenverantwortung der Patienten, bezogen auf die Nahrungseinnahme, im vereinbarten Zielgewicht und den vorgegebenen Kalorienmengen unterscheiden. Viele Patienten bevorzugen im Rahmen ihrer Erkrankung zunächst einmal eher „offenere“ Konzepte mit einem hohen Grad an Autonomie bezüglich der Nahrungseinnahme.

Methodik: Demgegenüber steht das hier vorgestellte Konzept mit einem hohen Grad an Strukturierung und zunächst auch Fremdkontrolle des Essverhaltens. Erst mit steigendem Gewicht bekommen die Patienten mehr Eigenverantwortung und sind in der Lage, ihr Essverhalten zu flexibilisieren. So ist es möglich, auch schwer erkrankte Patienten bis zu einem BMI von 12 kg/m2 zu behandeln.

Ergebnisse: Unsere Erfahrungen zeigen, dass viele Patienten gerade von diesem klar strukturierten, gestuften Konzept (bestehend aus begleiteter Nahrungsaufnahme, Gewichtskontrollen, vereinbarten Gewichtzielen, Verstärkerentzug bei Nichterreichen des Zieles und kognitiver Verhaltenstherapie der Hintergrundproblematiken) gut profitieren können und eine stabilere Gewichtsentwicklung sowie eine Besserung der Hintergrundfaktoren auch über die Zeit hinweg erreicht werden kann. Vorgestellt werden sollen das stationäre intensivtherapeutische Behandlungskonzept sowie einige Verlaufsdaten.