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3. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e. V. (DGESS)

Deutsche Gesellschaft für Essstörungen e. V.

23.02. - 25.02.2012, Hannover

Sport bei Essstörungen – schädlich und/oder therapeutisch nutzbar?

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Almut Zeeck - Abt. Psychosmatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg, Freiburg, Deutschland
  • Sabine Schlegel - Abt. Psychosmatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg, Freiburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Essstörungen e.V. (DGESS). 3. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen. Hannover, 23.-25.02.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgess059

DOI: 10.3205/12dgess059, URN: urn:nbn:de:0183-12dgess0591

Veröffentlicht: 8. Februar 2012

© 2012 Zeeck et al.
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Gliederung

Text

Ein bedeutsamer Anteil (40–70%) essgestörter PatientInnen treibt exzessiv Sport. Exzessives Sporttreiben wird mit einem schlechteren Behandlungsverlauf und einer ausgeprägteren Pathologie in Verbindung gebracht. Wie mit sportlicher Aktivität therapeutisch umgegangen werden sollte, wird jedoch kontrovers diskutiert und nur wenige Behandlungsprogramme fokussieren gezielt auf den Umgang mit Sport.

Inhalt des Vortrags ist eine Übersicht über die bisherige Literatur zum Thema. Dabei soll auf die Charakteristika sportlicher Aktivität bei Essstörungen eingegangen werden, Zusammenhänge mit der Psychopathologie und Persönlichkeitszügen sowie bisherige therapeutische Ansätze. Insbesondere sollen die schädlichen und gesundheitsförderlichen Aspekte sportlicher Aktivität herausgearbeitet werden.

Der Umgang essgestörter Patienten mit sportlicher Aktivität bedarf gezielter Aufmerksamkeit. Es finden sich erste, vielversprechende therapeutische Ansätze, welche darauf abzielen, sportliche Aktivität in der Therapie von Essstörungen zu nutzen – mit dem Ziel, schädliche Einstellungen und Verhaltensweisen schrittweise zu verändern, aber auch positive Potentiale z. B. für eine Verbesserung des Körpererlebens und der Affektregulation nutzbar zu machen.


Literatur

1.
Zeeck A, Schlegel S. Essstörungen und Sport. Kapitel 12. In: Fuchs R, Schlicht W, eds. Sportliche Aktivität und Seelische Gesundheit. Göttingen: Hogrefe; erscheint im Frühjahr 2012.