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1. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e. V. (DGESS)

Deutsche Gesellschaft für Essstörungen e. V.

8. ? 10.11.2007, Prien am Chiemsee

Komorbidität und Noncompliance – medizinische Fallen

Meeting Abstract

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  • corresponding author W. Köpp - Charité Berlin
  • H. C. Deter - Charité Berlin

Deutsche Gesellschaft für Essstörungen. 1. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e.V. (DGESS). Prien am Chiemsee, 08.-10.11.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgessV11

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgess2007/07dgess54.shtml

Veröffentlicht: 24. Oktober 2007

© 2007 Köpp et al.
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Gliederung

Text

Es erfolgt zunächst eine kurze Zusammenstellung der häufigsten üblichen medizinischen – vor allem internistischen – Komplikationen bei anorektischen und bulimischen Essstörungen. Gerechnet werden muss neben dem Zusammenbruch hormoneller Regelkreise mit kardialen, renalen und hämatolgisch-immunologischen Komplikationen. Häufig sind aber auch Störungen am Gastrointestinaltrakt, neurologische Symptome, Osteoporose und Zahn- bzw. Zahnfleischschäden. Die Problematik der Komorbidität wird anhand verschiedener Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, entzündliche Darmerkrankungen) oder Begleitzustände (z. B. Schwangerschaft) erläutert Sie ermöglichen jeweils unterschiedliche Formen des kontratherapeutischen Agierens und treten interaktionell als Noncompliance in Erscheinung.

Die Fallgruben liegen in psychodynamischen Fehlschlüssen und der Fehlinterpretation körperlicher Symptome bzw. Krankheitszeichen. Eine solche gefährliche Entwicklung mit tödlichem Ausgang wird am Beispiel einer anorektischen Patientin geschildert, bei der gleichzeitig ein Sheehan-Syndrom vorlag. Dies ist im Übrigen der erste Bericht über die Kombination einer Anorexia nervosa mit einem Sheehan-Syndrom.