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1. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e. V. (DGESS)

Deutsche Gesellschaft für Essstörungen e. V.

8. ? 10.11.2007, Prien am Chiemsee

Essstörungen bei internistischen Störungen – Studien zum Risiko für Essstörungen bei Patienten mit internistischen Störungen – Überblick und Mechanismen

Meeting Abstract

  • corresponding author A. Karwautz - MUW, UK für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters Wien
  • G. Wagner - Wien
  • G. Berger - Wien
  • V. Grylli - Wien
  • W. D. Huber - Wien
  • U. Sinnreich - Wien
  • E. Schober - Wien

Deutsche Gesellschaft für Essstörungen. 1. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen e.V. (DGESS). Prien am Chiemsee, 08.-10.11.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07dgessV10

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgess2007/07dgess53.shtml

Veröffentlicht: 24. Oktober 2007

© 2007 Karwautz et al.
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Gliederung

Text

In diesem Vortrag sollen neue Beiträge zur Essstörungsforschung in der Adoleszenz bei Patienten mit chronisch internistischen Erkrankungen vorgestellt werden.

Unterschiedliche Mechanismen führen von internistischen Erkrankungen wie Typ 1 Diabetes und Zöliakie zu einer möglichen Essstörung. Beide genannten sind chronische Erkrankungen und erfordern lebenslange Behandlung bzw. Diät. Speziell im Jugendalter kann der Umgang mit der chronischen Erkrankung und der erforderlichen Compliance problematisch werden und die Erfüllung von Entwicklungsaufgaben verzögern oder verhindern. Ob die internistische Erkrankung als Risikofaktor für die Entstehung einer Essstörung im Jugendalter angesehen werden kann, wird diskutiert. Mediierende und moderierende Einflussfaktoren werden dargestellt.

Wir präsentieren Studien zur Prävalenz von Essstörungen und pathologischem Essverhalten bei 200 PatientInnen mit Typ 1 Diabetes im Jugendalter, und die erste systematische Prävalenzstudie von Essstörungen bei 283 Jugendlichen mit Zöliakie. Wir erläutern die spezifischen Risikofaktoren für die Entstehung von Essstörungen in diesen Patientengruppen und diskutieren Zusammenhänge zwischen Krankheitsbewältigung, Lebensqualität, Persönlichkeit und Essstörungen bei internistischen Erkrankungen.

Die Bedeutung von Prädiktoren für die Entstehung von Essstörungen bei chronisch internistischen Erkrankungen wird betont, um Prävention bzw. Früherkennung in der medizinisch-therapeutischen Arbeit zu ermöglichen.