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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Die Patchprothese (Venaflo®) versus konventionelle Prothesen als Dialysezugang. Eine retrospektive Analyse

Meeting Abstract

  • Georg Schramayer - Chirurgische Klinik Graz, Gefäßchirurgie, Graz
  • Peter Konstantiniuk - Chirurgische Klinik Graz, Gefäßchirurgie, Graz
  • Stephan Koter - Chirurgische Klinik Graz, Gefäßchirurgie, Graz
  • Tina Cohnert - Chirurgische Klinik Graz, Gefäßchirurgie, Graz

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch568

DOI: 10.3205/12dgch568, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch5681

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Schramayer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ein wesentliches Problem der Shuntprothesen ist die Intimahyperplasie an der venösen Anastomose mit nachfolgender Shunt-Thrombose. Aus diesem Grunde ist die Patch-Prothese (Venaflo®) entwickelt worden, um im Bereich der venösen Anastomose günstigere Strömungsbedingungen zu erzielen, sodass sich eine hämodynamisch wirksame Intimahyperplasie nicht oder nur langsam ausbildet.

Material und Methoden: Im Zeitraum von Dezember 1998 bis Dezember 2006 kam bei Patienten mit einer terminalen Niereninsuffizienz 115-mal eine Venaflo®-Prothese und 137-mal eine ePTFE-Prothese mit konventionellem Design zum Einsatz. Die gebräuchlichste Art der Implantation war in beiden Gruppen am OA in brachio-axillärer Position und am Oberschenkel als Loop. Die mittlere Nachbeobachtungszeit beträgt etwa 31,8 Monate.Retrospektiv wurden sämtliche Komplikationen, operative und interventionell-radiologische Revisionen und Verschlüsse in beiden Gruppen evaluiert. Dargestellt werden die primäre und die sekundäre Offenheitsrate. Der Verlust der venösen Anastomose wurde definiert durch eine Stentimplantation, eine Patchplastik und eine Prothesenverlängerung.

Ergebnisse: Die 6 mm Venaflo®-Gruppe unterscheidet sich in ihrer Offenheitsrate nicht signifikant vom Vergleichskollektiv der 6 mm ePTFE-Prothesen mit konventionellem Design. Im Zuge der Untersuchung zeigt sich, dass die Oberschenkel-Schleifen eine signifikant bessere Offenheitsrate erzielen und die heparinbeschichteten Gore-Propaten®-Prothesen keinen Vorteil gegenüber den konventionellen Gore®-Prothesen aufweisen.

Schlussfolgerung: Die Anwendung der 6 mm Venaflo® Patch-Prothese in der Shuntchirurgie stellt eine zumindest gleichwertige Alternative zu ePTFE-Prothesen mit konventionellem Design dar.