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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Stellenwert der kontrastmittelverstärkten Sonographie nach EVAR – Neuer Goldstandard?

Meeting Abstract

  • Georgios Meimarakis - Klinikum der Universität München-Großhadern, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Rolf Weidenhagen - Klinikum der Universität München-Großhadern, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Wieland Sommer - Klinikum der Universität München-Großhadern, Institut für Radiologische Diagnostik, München
  • Andreas Helck - Klinikum der Universität München-Großhadern, Institut für Radiologische Diagnostik, München
  • Thomas Koeppel - Klinikum der Universität München-Großhadern, Chefarzt der Gefäßchirurgie, München
  • Dirk Clevert - Klinikum der Universität München-Großhadern, Institut für Radiologische Diagnostik, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch564

DOI: 10.3205/12dgch564, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch5644

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Meimarakis et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Multislice-CT stellt in der postinterventionellen Kontrolle nach abdomineller Aortenstentgraftimplantation immer noch den Goldstandard dar. Ziel dieser Studie war der Vergleich zwischen zur kontrastverstärkten Sonographie und dem Multislice-CT in Hinblick auf die Erfassung und Klassifizierung von Endoleaks.

Material und Methoden: Zwischen 1/2008 und 9/2010 wurden 62 Patienten (59 Männer, 3 Frauen, mittleres Alter 66 Jahre) in der postinterventionellen Kontrolle mittels kontrastmittelverstärkter Sonographie und Multislice-CT untersucht. Die kontrastmittelverstärkte Sonographie wurde am Logiq L9 (GE) durchgeführt. Als Bolusinjektion wurde SonoVue (Bracco, Italien) appliziert und die gesamte Untersuchung digital gespeichert. Das biphasische CT wurde an einen 64-Multidetektor-CT durchgeführt (Somatom Sensation 64, Siemens Medical Systems, Forchheim, Deutschland).

Ergebnisse: Die kontrastmittelverstärkte Sonographie konnte 1 Endoleak Typ I, 6 Typ II und 1 Typ III aufdecken. Die CT-Angiographie bestätigte 1/1 Endoleak Typ I, 4/6 Typ II und 1/1 Typ III. Im Follow-up wurden die Ergebnisse der kontrastmittelverstärkten Sonographie bestätigt. Entsprechend lag die Sensitivität und Spezifität bei jeweils 100% für die kontrastverstärkte Sonographie und bei jeweils 75% bzw. 100% für das CT.

Schlussfolgerung: Die kontrastmittelverstärkte Ultraschalluntersuchung mit SonoVue ermöglicht eine sensitivere Erfassung und Klassifizierung von Endoleaks im Vergleich zum CT. Auf Grund der dynamischen Untersuchung lassen sich Zusatzinformationen über Flussrichtung und Anflutung im Endoleak gewinnen. Deshalb sollte die kontrastmittelverstärkte Sonographie standardmäßig postoperativ nach Aortenstentgraftimplantation erfolgen und langfristig das CT als Goldstandard ablösen.