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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Tissue Microarray Technologie beim Magenkarzinom: Immunhistochemische Validierung mittels Glut-1 und Hif1-alpha

Meeting Abstract

  • Hans Anton Schlößer - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Hakan Alakus - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Frank Berlth - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Uta Drebber - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Elfriede Bollschweiler - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Ralf Metzger - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Arnulf H. Hölscher - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln
  • Stefan Mönig - Uniklinik Köln, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch464

DOI: 10.3205/12dgch464, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch4646

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Schlößer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Tissue Microarray Technologie (TMA) ermöglicht eine kosteneffektive und zeitsparende immunhistochemische Analyse großer Probenkollektive und wird in der onkologischen Forschung für viele Tumorentitäten verwendet. Durch Übertragung kleiner Stanzbiopsien aus paraffinfixierten Exzidaten in einen neuen Paraffinblock kann eine große Anzahl von Gewebeproben durch immunhistochemische Färbung eines einzelnen Schnittes analysiert werden. Für etliche Gewebe konnten Sensitivitäten, Spezifitäten und Konkordanzraten von über 95% gezeigt werden. Die Validität der TMA für das Magenkarzinom wurde bisher nicht untersucht. Ziel der vorliegenden Studie ist die Validierung der Tissue Microarray Technologie beim Magenkarzinom an einem großen Patientenkollektiv.

Material und Methoden: Aus den Tumorresektaten (D2-Gastrektomie) von 218 Magenkarzinomen wurden immunhistochemische Färbungen von Großflächenschnitten und Tissue Microarrays (ein 2mm Zylinder pro Patient) mit Glut-1 und HIF1-alpha angefertigt. Die Expression der Proteine wurde seitens erfahrener Pathologen semiquantitativ erfasst. Die statistische Auswertung erfolgte mittels alpha-Statistik und Vierfeldertest.

Ergebnisse: Für die 188 auswertbaren Patienten zeigte sich in der Kappa-Statistik eine ausgeprägte Konkordanz der Expression in Tissue Miscroarray und Großflächenschnitten (kappa bei Glut1: 0,64, kappa bei HIf1-alpha 0,85). Für Glut-1 erreichte die TMA eine Sensitivität von 70% (66/93) bei einer Spezifität von 90% (66/73), bei HIF1-alpha betrug die Sensitivität 52% (29/56) und die Spezifität 97%. (29/30).

Schlussfolgerung: Die Tissue Microarray Technologie mittels einzelner 2mm Stanzbiopsien erreicht beim Magenkarzinom keine für einen Einsatz in der Erforschung prognostischer Marker hinreichende Übereinstimmung mit Großflächenschnitten.