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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Transplantation von Olfaktorischen Gliazellen zur Verbesserung der peripheren Nervenregeneration

Meeting Abstract

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  • Christine Radtke - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover
  • Jeffery D. Kocsis - Yale University, Neuroscience Research Center, New Haven
  • Peter M. Vogt - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch168

DOI: 10.3205/12dgch168, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch1684

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Radtke et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Periphere Nervenverletzungen sind ein häufiges klinisches Problem und die Entwicklung neuer Strategien, um die periphere Nervenregeneration zu verbessern ist von signifikanter klinischer Bedeutung. Traumatische Ereignisse, wie Verkehrsunfälle, Sportverletzungen, Gewaltverbrechen sowie iatrogene Verletzungen führen insgesamt zu einer beträchtlichen Anzahl an peripheren Nervenverletzungen.

Traumatische Ereignisse sind oft mit lebensbedrohlichen Verletzungen assoziiert, welche vorrangig versorgt werden müssen. Während dieser Verzögerung der Nervenreparation kommt es oftmals bereits schon zur Wallerschen Degeneration der verletzten Nerven. Deshalb ist die zeitliche Verzögerung bis zur operativen Versorgung besonders kritisch.

Material und Methoden: Die Kombination aus Nervennaht nach peripheren Nervenverletzungen kombiniert mit der möglichen Transplantation von Myelin-bildenden Gliazellen, z.B. Schwann Zellen (SZ) oder Olfaktorische Gliazellen (OECs) erleichtern ggf. diesen Prozess. Bisher wurden zellbasierte Therapien in Betracht in einer Anzahl von neurologischen Erkrankungen einschließlich multipler Sklerose, Rückenmarksverletzungen und Parkinsonscher Erkrankung gezogen.

Ergebnisse: Die Rationale ist, dass transplantierte Zellen eine Neuroprotektion durch die Produktion von Chemokinen und neurotrophen Faktoren verursachen und sogar als Zellersatz bei Zellverlust dienen können. Verschiedene Zellarten aus dem adulten Gewebe werden z. Zt. hinsichtlich dieses Potentials aktiv untersucht. Diese Zellen schließen bezüglich der Remyelinisierung v.a. Schwann Zellen vom peripheren Nerven, olfaktorische Gliazellen und mesenchymale Stammzellen aus dem Knochenmark ein.

Schlussfolgerung: Prinzipiell können diese Zellen autolog gewonnen werden und dann entweder akut oder nach Zellexpansion in Kultur für zellbasierte Therapien verwendet werden. Wir präsentieren hier eine Zusammenfassung der experimentellen Fortschritte auf dem Gebiet der Nervenregeneration nach Zelltransplantation.