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129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Inzidenz und Morbidität von Pankreasfisteln – Duodenopankreatektomie vs. Linksresektion

Meeting Abstract

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  • Odo Gangl - Krankenhaus der Elisabethinen, Chirurgische Abteilung, Linz
  • Uwe Fröschl - Krankenhaus der Elisabethinen, Chirurgische Abteilung, Linz
  • Thomas Sautner - Krankenhaus St. Elisabeth, Chirurgische Abteilung, Wien
  • Reinhold Függer - Krankenhaus der Elisabethinen, Chirurgische Abteilung, Linz

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch128

DOI: 10.3205/12dgch128, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch1286

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Gangl et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Nur wenige Publikationen ermöglichen einen direkten Vergleich der Inzidenz und Morbidität von Pankreasfisteln nach Duodenopankreatektomie und Linksresektion. Ziel der Studie ist eine kritische Analyse ob Unterschiede der fistelbezogenen Morbidität und Mortalität bestehen.

Material und Methoden: Im Studienzeitraum wurden Patientencharakteristika (Alter, Geschlecht, Risikofaktoren), Grunderkrankung, technisch chirurgische Details und spezifische Komplikationen aller Rechtsresektionen (pyloruserhaltende Duodenopankreatektomie, Kausch Whipple) (n=171) und Pankreaslinksresektionen (n=56) an unserer Abteilung prospektiv dokumentiert und retrospektiv ausgewertet. Da unsere Serie dem Zeitraum 2001 bis 2010 entstammt haben wir die damals aktuelle Definition der Pancreatic Surgery Group nach Sarr beibehalten. Das Fistel-Grading erfolgte sowohl nach Dindo-Clavien als auch ISGPS, die statistische Analyse mittels fisher exact test.

Ergebnisse: Es zeigt sich eine vergleichbare Fistelrate (Rechtsresektion 8,8% (15/171); Linksresektion 9% (5/56) p=1). In unserer Serie war die Rate an B Fisteln in beiden Patientengruppen mit 40% gleich verteilt. Nach Linksresektion haben wir keine, nach Rechtsresektion 46,7% Grad C Fisteln (4,1% aller Rechtsresektionen) beobachtet. Gesamt Blutungsrate (Linksresektion 1,8% (1/56); Rechtsresektion 5,3% (9/171) p=0,4576, fistelassoziierte Blutungsrate (Linksresektion 0% (0/56); Rechtsresektion 2,3% (4/171) p=0,5744 und Reoperationsrate (Linksresektion 3,6% (2/56); Rechtsresektion 6,4% (11/171) p=0,5278 zeigten keinen signifikanten Unterschied. Auch hinsichtlich Spitalsmortalität (Linksresektion 0% (0/56); Rechtsresektion 2,9% (5/171) p=0,3368 und fistelassoziierter Mortalität (Linksresektion 0% (0/56); Rechtsresektion % (2/171) p=1) zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.

Schlussfolgerung: Es besteht kein signifikanter Unterschied der Fistelraten jedoch eine deutlich geringere fistelassoziierte Morbidität nach Pankreaslinksresektion.