gms | German Medical Science

129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

24.04. - 27.04.2012, Berlin

Resorbierbare Clips zur Versorgung des Appendixstumpfes

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Sebastian Sonanini - Klinikum Harlaching, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, München
  • Reinhard Kopp - Klinikum Harlaching, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 24.-27.04.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12dgch091

DOI: 10.3205/12dgch091, URN: urn:nbn:de:0183-12dgch0919

Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Sonanini et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Bei der laparoskopischen Appendektomie (LA) sind verschiedene Methoden zum Verschließen des Appendixstumpfes etabliert: Endoschlingen, der Endo-GIA und nicht-resorbierbare Clips. Ziel der Studie war es die Versorgung des Appendixstumpfes mit resorbierbaren Clips (12 mm Lapro-Clip; tyco Healthcare) im Rahmen der LA auf Morbidität und Wirtschaftlichkeit zu untersuchen.

Material und Methoden: Es erfolgte die retrospektive Erfassung der von 01/08 bis 12/09 durchgeführten Appendektomien (AE) an Hand der elektronischen Datenbank unserer Abteilung. Evaluiert wurden Operationsmethode, Stumpfversorgung, postoperative Komplikationen, sowie die histopathologische Beurteilung. Häufigkeiten wurden mittels dichotomen Fisher Test verglichen (Signifikanzniveau P<0,01).

Ergebnisse: In den beobachteten zwei Jahren wurden n=527 AE durchgeführt (♀=54%), davon n=462 als LA (87,7%; Konversionsrate=7,3%). Die Basis konnte in 90,9% der Fälle mit einem Clip versorgt werden. In 7,8% der Fälle musste wegen einer komplizierten Appendizitis oder eines großen Durchmessers der Appendix der Endo-GIA (Endopath linear cutter ETS45, Ethicon) verwendet werden. Post-OP Komplikationen wurden in 37 Fällen beobachtet, davon waren n=10 operationspflichtig (1,9%; intraabdominelle Abszesse=7; Netzprolaps=3).

Schlussfolgerung: Die Verwendung resorbierbarer Clips zur Stumpfversorgung ist als sicheres Verfahren zu bewerten. Einschränkungen bestehen bei großem Durchmesser der Basis und komplizierten Appendizitiden. Mit € 89,49 war ein Set von 6 Clips günstiger als der GIA € 599,50 (inkl. Trokar und Magazin). Durch die Verwendung der Clips konnten in dem beobachteten Zeitraum ca. € 202.000 an Materialkosten eingespart werden.