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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Narbenhernienrepair in laparoskopischer IPOM-Technik

Meeting Abstract

  • Hendrik Stubbe - KMG Klinikum Güstrow, Chirurgie, Güstrow
  • Dagobert Schleupner - KMG Klinikum Güstrow, Chirurgie, Güstrow
  • Frank Hartkopf - KMG Klinikum Güstrow, Chirurgie, Güstrow
  • Christoph Prinz - KMG Klinikum Güstrow, Chirurgie, Güstrow

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch804

DOI: 10.3205/11dgch804, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch8044

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Stubbe et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Reparation von Narbenhernien in konventioneller Technik führt zu hohen Rezidivraten bis zu 50 %. Aber auch bei Verwendung konventioneller Netzplastiken werden kumulative Rezidivraten zwischen 20 und 36 % beschrieben. Im Gegensatz dazu sind mittlerweile beim minimal invasiven Narbenhernienrepair (lap. IPOM-Technik) Rezidivraten von unter 10 % dokumentiert.

Material und Methoden: Von April 2007 bis April 2010 wurden 66 Patienten (38 Frauen, 28 Männer) mit einer Narbenhernie in der lap. IPOM-Technik versorgt. Der BMI lag in beiden Gruppen bei 30,3 kg/ m2. Die Bruchpforte betrug intraoperativ 7,4 cm, die durchschnittlich implantierte Netzgröße lag bei 288,3 cm². 50 der 66 Patienten boten eine primäre Narbenhernie, 11 ein erstes Narbenhernienrezidiv, 3 Patienten ein zweites Rezidiv und 2 Patienten ein drittes Rezidiv. Wie auch in der Mehrzahl der Literaturmitteilungen überwog die mediane Schnittführung in unserem Krankengut. Die lokalen Komplikationen wurden während des stationären Aufenthaltes dokumentiert. Zur Beurteilung des weiteren Verlaufs erfolgten regelmäßig ambulante Kontrollen

Ergebnisse: Im gesamten Beobachtungszeitraum entwickelten 3 Patienten ein Rezidiv. Bei der Revision konnten 2 Patienten erneut mit einem Mesh in der lap. IPOM-Technik versorgt werden, da der Rezidivbruch am Rand des Netzes lokalisiert war. Ein Patient lehnte bislang einen erneuten Eingriff ab. In einem Fall beobachteten wir postoperativ ein Hämatom, welches konservativ ausbehandelt werden konnte. Drei Patienten entwickelten postoperativ Serome jeweils mit Volumina unter 20 ml (sonographisch). Hier musste nicht interveniert werden. In einem Fall fiel ein Spätserom auf, welches ambulant punktiert wurde. Es kam zur kompletten Ausheilung. Fistelbildungen konnten wir nicht dokumentieren. Während der Operation kam es im Rahmen der Adhäsiolyse in zwei Fällen zu einer Dünndarmläsion. In beiden Fällen konvertierten wir und führten die Narbenhernienversorgung offen durch. Die Läsionen heilten folgenlos aus.

Schlussfolgerung: Die Versorgung von Narbenhernien in der lap. IPOM-Technik zeigt geringe Rezidivraten bei deutlich weniger Mesh- und Wundinfektionen. Die Technik ist standardisiert und komplikationsarm durch einen minimal invasiv erfahrenen Chirurgen durchführbar.