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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Vergleich von Lebensqualität und Epidemiologie nach Operation von hepatisch metastasierten Rektumkarzinomen im Stadium III und IV

Meeting Abstract

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  • Georg Aumann - Klinikum Augsburg, Allgemein-, Viszeral-, Transplantationschirurgie, Augsburg
  • Bernd Geissler - Klinikum Augsburg, Allgemein-, Viszeral-, Transplantationschirurgie, Augsburg
  • Johann Spatz - Klinikum Augsburg, Allgemein-, Viszeral-, Transplantationschirurgie, Augsburg
  • Matthias Anthuber - Klinikum Augsburg, Allgemein-, Viszeral-, Transplantationschirurgie, Augsburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch780

DOI: 10.3205/11dgch780, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch7807

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Aumann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Leberresektionen können bei metastasierten Rektumkarzinomen in bis zu 40% Langzeitüberleben bieten. In dieser retrospektiven Studie mit prospektiv erfassten Daten sollen das Überleben und die Lebensqualität von Patienten mit metachron und synchron metastasierten Rektumkarzinomen verglichen werden.

Material und Methoden: Von 01/2004 bis 12/2008 wurden 71 Patienten mit primären oder sekundären isolierten Lebermetastasen (UICC III/IV) rektumreseziert. Die Patientencharakteristika Alter, Geschlecht, Höhe des Primärtumors, neoadjuvante Therapie, Art der Primär-OP, Metastasenlokalisation in der Leber, die Art des Lebereingriffes, das Intervall zwischen Primär- und Metastasen OP und die Majorkomplikationen wurden ausgewertet. Außerdem wurde die Lebensqualität telephonisch erfragt und semiquantitativ eingeteilt. Das Gesamt- (OS) und das krankheitsfreie Überleben (DFS) wurden anhand der Daten des schwäbischen Krebsregisters erfasst.Die statistische Auswertung erfolgte mit der Varianzanalyse für multivariate und dem Fisher exakt Test für univariate Analysen.OS und DFS wurden mit der Kaplan-Meier Methode berechnet.

Ergebnisse: 29% (n=21) der primär operierten Patienten waren im UICC Stadium III, 70% (n=50) UICC IV. 19 der Primäroperationen (26%) erfolgten laparoskopisch.

Metastasen in UICC III wurden 20 (95%) und in UICC IV 9 (18%) in kurativer Intention reseziert. Präoperativ wurden 20 (95%, UICC III) vs. 18 (36%, UICC IV) als resektabel eingeschätzt. In UICC III wurde nach 29 Monaten (Spanne 7-61 Mo) und im Stadium IV nach 4 Monaten (Spanne 0-12 Mo) die Lebermetastasen reseziert. Es wurden insgesamt 5 Anastomoseninsuffizienzen (7%) und 1 Insuffizienz der biliodigestiven Anastomose (3%) registriert.

Die Multivarianzanalyse zeigt kein signifikant besseres Überleben im Stadium III, aber ein signifikant längeres krankheitsfreies Überleben und eine signifikant bessere Lebensqualität.

Das Follow up beträgt insgesamt 55 Monate (0-94).

Schlussfolgerung: Resektable synchrone Metastasen sind kein negativ prädiktiver Faktor für das Überleben (OS) verglichen mit metachronen Metastasen. Allerdings scheinen primär metastasierte Rektumkarzinome ein späteres Stadium der Erkrankung darzustellen und zeigen ein kürzeres krankheitsfreies Überleben und eine schlechtere Lebensqualität.