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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Erweiterte versus Standardresektion in zwei Kohorten von Patienten mit einem Pankreaskarzinom: Lebermetastasen- oder venöse Resektion, eine randomisierte Studie

Meeting Abstract

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  • Christoph Michalski - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Mert Erkan - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Helmut Friess - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München
  • Jörg Kleeff - Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch620

DOI: 10.3205/11dgch620, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch6208

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Michalski et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die makroskopisch komplette Resektion ist die einzige kurative Option für Patienten mit einem Pankreaskarzinom. Gemäß den S3-Leitlinien ist die Resektion jedoch bei Patienten mit (intraoperativ entdeckten) Lebermetastasen im Regelfall nicht indiziert. Eine Infiltration der V. mesenterica superior/Pfortader stellt keine Kontraindikation zur Resektion dar; jedoch ist es zur Zeit nicht klar, ob bei Patienten mit einer Infiltration eine Resektion der Vene, oder eine Tumorresektion ohne Venenresektion (i.S. einer R1 Resektion) sinnvoll ist.

Material und Methoden: Hier beschreiben wir unser Studienprotokoll, nachdem Patienten mit entweder intraoperativ diagnostizierten Lebermetastasen (entweder eine Läsion kleiner 3 cm oder maximal fünf Metastasen mit einem Gesamtdurchmesser weniger als 5 cm; Kohorte 1) oder Tumorinfiltration in die V. mes. sup./Pfortader (Kohorte 2) in einen Standard- oder erweiterten Resektionsarm randomisiert werden. Der Standardarm umfasst für Kohorte 1 die Exploration und/oder Gastroenterostomie/Hepaticojejunostomie; im erweiterten Arm wird in Kohorte 1 eine Tumorresektion sowie Lebermetastasenresektion (atypisch/Segment) durchgeführt. Im Standardarm in Kohorte 2 wird der Primärtumor reseziert und von der Vene abgeschält (keine Venenresektion), wobei im erweiterten Arm eine Tumor- und Venenresektion durchgeführt wird. Alle Patienten erhalten eine adjuvante Chemotherapie.

Ergebnisse: Bisher wurden 53 Patienten gescreent und aufgeklärt, davon konnten 19 Patienten randomisiert werden. Im Rahmen der Erweiterung der Studie auf ein multizentrisches Konzept wurden 3 weitere Studienzentren gewonnen, die nun mit dem Screening/Randomisierung der Patienten beginnen. Um die geplante Patientenzahl zu erreichen, ist eine Erweiterung auf zusätzliche Studienzentren geplant.

Schlussfolgerung: Diese Studie soll dazu beitragen höhere Evidenz für Entscheidungen zu einer Erweiterung der Resektionskriterien bei lokal fortgeschrittenen Pankraskarzinomen zu generieren.