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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Arteria Lienalis Switch als Salvage Procedure zur Rekonstruktion der Arteria hepatica bei Arrosionsblutung nach Pankreaseingriffen

Meeting Abstract

  • Feride Kröpil - Universitätsklinikum Düsseldorf, Chirurgie, Düsseldorf
  • Anne Linderer - Universitätsklinikum Düsseldorf, Chirurgie, Düsseldorf
  • Stefan A. Topp - Universitätsklinikum Düsseldorf, Chirurgie, Düsseldorf
  • Patric Kröpil - Universitätsklinikum Düsseldorf, Radiologie, Düsseldorf
  • Andreas Raffel - Universitätsklinikum Düsseldorf, Chirurgie, Düsseldorf
  • Claus Ferdinand Eisenberger - Universitätsklinikum Düsseldorf, Chirurgie, Düsseldorf
  • Wolfram Trudo Knoefel - Universitätsklinikum Düsseldorf, Chirurgie, Düsseldorf

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch588

DOI: 10.3205/11dgch588, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch5887

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Kröpil et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Postoperative Arrosionsblutungen nach Pankreaseingriffen stellen eine lebensbedrohliche Situation dar. Die therapeutischen Möglichkeiten zur Blutungskontrolle sind in erster Linie die Relaparotomie oder die angiographische interventionelle Embolisation. Arrosionsblutungen aus der A. hepatica communis sind jedoch bei lokaler Peritonitis und Pankreatitis sehr schwer zu versorgen. Eine Rekonstruktion des fragilen Gefäßes ist erschwert.

Material und Methoden: Wir berichten über die chirurgische Rekonstruktion der Gefäßversorgung der Leber bei Arrosionsblutung der A. hepatica nach Pankreaseingriffen (n=5, 2003-2009). Aufgrund der Gefäßverhältnisse bei Arrosion durch eine Pankreasfistel konnte die Rekonstruktion der hepatischen Gefäßversorgung durch einen ‚Lienalis Switch’ durchgeführt werden.

Ergebnisse: In allen Fällen wurde eine totale Pankreatektomie und Splenektomie durchgeführt, wobei die A. lienalis milzhilusnah abgesetzt wurde, um eine lange Gefäßstrecke zu gewinnen. Es erfolgte eine termino-terminale Anastomose zwischen der A. lienalis und A. hepatica. Intraoperativ und im Verlauf zeigte sich eine gute Leberperfusion ohne erneute Blutungsepisoden. Postoperativ war die Leberfunktion gut. Die Insulineinstellung ist heutzutage gut zu bewerkstelligen.

Schlussfolgerung: Die Revascularisation der A. hepatica durch einen ‚A. lienalis switch’ stellt eine gute Alternative zu einem venösen Interponat oder zu einem alloplastischen Gefäßersatz in infiziertem Gebiet dar.