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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Das Schädel-Hirn-Trauma in Europa – Aktuelle Zahlen der europäischen Datenbanken

Meeting Abstract

  • Thomas Kapapa - Universitätsklinikum Ulm, Neurochirurgische Klinik, Ulm
  • Dieter Woischneck - Klinikum Landshut, Neurochirurgische Klinik, Landshut
  • Stefan Röhrer - Universitätsklinikum Ulm, Neurochirurgische Klinik, Ulm
  • Eckhard Rickels - Allgemeines Krankenhaus Celle, Klinik für Neurotraumatologie, Celle
  • Christian Rainer Wirtz - Universitätsklinikum Ulm, Neurochirurgische Klinik, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch401

DOI: 10.3205/11dgch401, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch4010

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Kapapa et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Im Allgemeinen geht man von einer rückläufigen Zahl von Behandlungen des Schädel-Hirn-Traumas in Europa aus. Dies wird hauptsächlich präventiven Maßnahmen zugeschrieben. Detaillierte Betrachtungen der epidemiologischen Zahlen zeigen jedoch erhebliche Unterschiede in Europa. Es werden aktuelle Zahlen aus 28 Ländern präsentiert.

Material und Methoden: Die Datenbanken der WHO, OECD, EuroSTAT werden hinsichtlich der Behandlungszahlen intra- und extrakranieller Verletzungen ausgewertet. Verglichen werden u.a. absolute Behandlungszahlen, prozentualer Anteil an stationären Aufnahmen und die Liegedauer. Als statistische Methoden dienen der T-Test, uni- und multivariante Analysen. Das Signifikanzniveau wird auf p≤0,05 gesetzt.

Ergebnisse:

1.
Die höchste Anzahl von behandelten intrakraniellen Verletzungen weisen die Tschechische Republik, Lettland und Litauen auf.
2.
Die Anzahl von Behandlungen aufgrund intrakranieller Verletzungen ist in den osteuropäischen Beitrittsländern von einem hohen Niveau fallend.
3.
In den Ländern Deutschland, Finnland und Zypern sind die Zahlen steigend.

Schlussfolgerung: Eine verallgemeinerte Aussage über eine sinkende Anzahl von behandelten Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma ist nicht zulässig. Epidemiologische Empfehlungen zur Behandlung des Schädel-Hirn-Traumas müssen regionale Unterschiede berücksichtigen.