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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Stuhlfistel – eine Herausforderung für das Wundmanagement!

Meeting Abstract

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  • Ursula Tonnhofer - Chirurgie, Kinderchirurgie, Wien
  • Ernst Horcher - Chirurgie, Kinderchirurgie, Wien

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch361

DOI: 10.3205/11dgch361, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch3611

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Tonnhofer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Postoperative Wundinfektionen sind bei Jugendlichen signifikant seltener zu beobachten, als bei Erwachsenen. Daher sind die Erfahrungen im Bereich Wundmanagement bei den Kinderchirurgen geringer. Therapien, die in der Allgemeinchirurgie standardmäßig angewendet werden, finden in der Kinderchirurgie bis dato wenig Anwendung.

Material und Methoden: Ein 10-jähriges Mädchen mit M. Crohn, wurde nach interventioneller Abszessdrainage und konservativer Antibiotikatherapie im Intervall laparotomiert. Sie entwickelte innerhalb von 24 Stunden eine faeculente Periotonitis. Nach der Revision, mit Anlage einer Ileostomie, kam es zur p.s. Heilung und in Folge entwickelte sich eine Stuhlfistel in der Laparotomiewunde.

Ergebnisse: Zur Trockenlegung der Ileumfistel, wurde eine Konstruktion eines „Kamins“, in Form einer dicken Drainage, welche in die Fistel platziert wurde, entwickelt. Mit einem VAC®-System wurde die Wunde verkleinert und konnte ausgranulieren. Der Stuhl konnte abgeleitet werde, ohne die Wunde zu verunreinigen.

Schlussfolgerung: Unsere Erfahrungen mit VAC®-System in der Kinderchirurgie sind beschränkt, erstmals hatten wir eine Stuhlfistel zu versorgen. Die Literatur gibt wenige Informationen preis, in den Lehrbüchern findet man kein Kapitel über VAC®-Therapie. Erfahrungsaustausch mit Pflegepersonal und Ärzten aus der Erwachsenenmedizin sind hilfreich. Eine Plattform zum Informationssaustausch wäre wünschenswert. Eine Fotodokumentation über den Heilungsverlauf ist notwendig.