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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Einfluss der extraperitonealen Metastasierung bei Patienten mit Peritonealkarzinose

Meeting Abstract

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  • Philipp Oetting - Universitätsklinikum Witten/Herdecke mit Sitz in Köln, Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Köln
  • Michael Andreas Ströhlein - Universitätsklinikum Witten/Herdecke mit Sitz in Köln, Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Köln
  • Markus Heiss - Klinikum Köln-Merheim, Universität Witten-Herdecke, Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Köln

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch321

DOI: 10.3205/11dgch321, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch3211

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Oetting et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der Einfluß der extraperitonealen Metastasierung auf das Gesamtüberleben bei Vorliegen einer Peritonealkarzinose (PC) ist bisher nicht geklärt. In dieser Studie wird die Auswirkung einer extraperitonealen Metastasierung auf das Überleben von Patienten mit einer PC anhand einer prospektiv erfassten Datenbank analysiert.

Material und Methoden: In einem Gesamtkollektiv von 161 Patienten mit einer PC wurden von 2002 bis 2010 94 Patienten mit einer extraperitonealen Metastasierung erfasst. Die Patienten wurden abhängig vom Zeitpunkt der Fernmetastasierung in Bezug zur Erstdiagnnose (ED) der PC untersucht (vor ED PC, synchron, metachron). Als Vergleichsgruppe dienten Patienten mit einer PC ohne extraperitoneale Metastasen. Zudem erfolgte eine Subgruppenanalyse der hepatisch metastasierten Patienten. Das Überleben wurde mittels Kaplan-Meier-Kurve analysiert.

Ergebnisse: Bei 96 Patienten mit einer PC wurde eine extraperitoneale Metastasierung erfasst. Verglichen zwischen den Patienten mit (n= 96) und ohne (n= 65) extraperitoneale Metastasierung zeigte sich bei einem medianen Überleben von je 6 Monaten kein Unterschied (p> 0,05). 45 Patienten hatten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose der PC eine bekannte extraperitoneale Metastasierung. 35 Patienten entwickelten eine synchrone und 16 Patienten eine metachrone Filialisierung. Das Überleben betrug im Median 6, 5 bzw. 7 Monate (p> 0,05).

65 Patienten zeigten hepatische Metastasen. Bei 34 Patienten lag diese vor der Erstdiagnose der PC vor. 25 Patienten waren bezogen auf die Erstdiagnose der PC synchron und 6 Patienten metachron hepatisch metastasiert. Das mediane Überleben betrug hier 5, 5 bzw. 21 Monate. In der Überlebensanalyse zeigten sich für keine der genannten Subgruppen ein signifikanter Überlebensvorteile (p> 0,05).

Schlussfolgerung: Mit einer Inzidenz von fast 60% ist die extraperitoneale Metastasierung bei Patienten mit einer PC ein häufiges und relevantes Problem. Auf das Gesamtüberleben von Patienten mit einer Peritonealkarzinose scheint diese jedoch keinen signifikanten Einfluß zu haben.