gms | German Medical Science

128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Eine sichere laparoskopische Technik der Umwandlung vom proximalen in einen distalen Magenbypass

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Rainer Brydniak - Schwarzwald-Baar-Krankenhaus, Allgemein-, Visceral- und Kinderchirurgie, Villingen-Schwenningen
  • Silke Müller - Schwarzwald-Baar-Krankenhaus, Allgemein-, Visceral- und Kinderchirurgie, Villingen-Schwenningen
  • Norbert Runkel - Schwarzwald-Baar-Krankenhaus, Klinik für Allgemein-, Visceral- und Kinderchirurgie, Villingen-Schwenningen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch246

DOI: 10.3205/11dgch246, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch2466

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Brydniak et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Der LRYGB ist der Goldstandard für die operative Behandlung der krankhaften Adipositas. Trotzdem steigt bei einem Teil der Patienten nach einigen Jahren das Körpergewicht wieder auf BMI>35 an. Bei super-adipösen Patienten (BMI>50) wird im Schnitt nur eine BMI-Reduktion auf > 35 beobachtet. In beiden Szenarien stellt sich die Frage nach einem sog-Re-Do-Eingriff. Dieser Zweiteingriff zielt auf die Verschärfung der Malabsorption. Über die optimale Technik gibt es keinen Konsens. Wir favorisieren die Umwandlung vom proximalen in den distalen Bypass. Oberstes Ziel muss die Minimierung der Morbidität sein.

Material und Methoden: Das OP-Video zeigt eine sichere und einfache Technik der Umwandlung, mit der die Morbidität des Re-Do-Eingriffs minimal gehalten werden kann.

Technik: Zugangswahl i.d.R. unter Verwendung der alten Inzisionen. Adhäsiolyse, Exploration: Identifizierung des alimentären, biliären und common channel. Identifizierung der Roux-Y-Anastomose. Ausmessen des ehemaligen common channel bis zum Cökum. Von dort 100cm oral-wärts, dort 2-farbige Fadenmarkierung zur Orientierung / späteren Anlage der Neo-Roux-Y-Anastomose. Auflösen der alten Roux-Y-Anastomose mit besonderer Beachtung der Durchblutung. Fadenfixierung der Neo-Roux-Y-Anastomose und Ausführung in typischer laparoskopischer Stapler-Technik.

Schlussfolgerung: Die vorgestellte Technik der Umwandlung vom proximalen in den distalen Magenbypass ist laparoskopisch sicher durchführbar.