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128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

03.05. - 06.05.2011, München

Korrelation des histologischen Schweregrades mit serologischen und klinischen Parametern bei akuter Appendizitis

Meeting Abstract

  • Zoi Ximitidou - Klinikum Hildesheim, Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Hildesheim
  • A. Wellmann - Allgemeines Krankenhaus Celle, Celle
  • P. Flemming - Allgemeines Krankenhaus Celle, Celle
  • K. Oldhafer - Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 128. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. München, 03.-06.05.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dgch163

DOI: 10.3205/11dgch163, URN: urn:nbn:de:0183-11dgch1631

Veröffentlicht: 20. Mai 2011

© 2011 Ximitidou et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die akute Appendizitis zählt heute nach wie vor zu den häufigsten chirurgischen Notfällen und ist die häufigste Ursache rechtsseitiger Unterbauchbeschwerden. Die schwierige Diagnosestellung stellt trotz immer modernerer Untersuchungsmethoden weiterhin eine große klinische Herausforderung dar. Die Indikationsstellung zur Appendektomie ist mit einer hohen Rate an präoperativen Fehldiagnosen (Negativ-Appendektomieraten) aufgrund der Vielzahl von Differentialdiagnosen belastet. Ziel dieser Studie war die Analyse der Korrelation zwischen klinischen/ laborchemischen Parametern mit dem histologischen Schweregrad der Entzündung am eigenen Krankengut.

Material und Methoden: Alle im Jahr 2008 im AKH Celle in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie konsekutiv behandelten Patienten (n=211), die mit der Einweisungsdiagnose Appendizitis, unklares Abdomen oder unklare (Unter-)Bauchschmerzen stationär aufgenommen und appendektomiert wurden. Erfasst wurden u.a. der Urinstatus, CRP-Werte, Leukozytenzahl, antibiotische Therapie sowie die klinische Untersuchung. Die primäre Histologie wurde geblindet durch einen Pathologen (A.W.) reevaluiert und in ein Scoresystem 0–6 (0= keine Entzündung; 6= maximale Entzündung) eingeteilt.

Ergebnisse: Die Negativ-Appendektomierate lag bei 6,5%. Der Anteil der Frauen in dieser Gruppe machte 92,3% aus. Mit steigendem Schweregrad der histologischen Beurteilung nahm der CRP-Wert zu. Der Unterschied zwischen der Gruppe 6 und den restlichen war signifikant (p<0,05).

Schlussfolgerung: Der Vorteil dieser Studie ist, dass die histologischen Ergebnisse geblindet von einem Pathologen reevaluiert wurden, d.h. „Gefälligkeitsdiagnosen“ aus der Pathologie wurden somit ausgeschlossen. Die Negativ-Appendektomierate lag mit ca. 6,5% in einem sehr guten Bereich. Der präoperative CRP-Wert korreliert mit dem Schweregrad der histologischen Entzündung.