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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Mammarekonstruktion nach nicht Brusterhaltender Therapie: ein Update im Jahr 2008

Meeting Abstract

  • Max V. Meyer-Marcotty - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland
  • Karsten Knobloch - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland
  • Jörn Redeker - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland
  • P.M. Vogt - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland
  • Kay Busch - Medizinische Hochschule Hannover, Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Hannover, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch717

DOI: 10.3205/10dgch717, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch7171

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Meyer-Marcotty et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Mammarekonstruktion nach nicht Brusterhaltender Therapie ist ein wichtiger Bestandteil im interdisziplinären Behandlungsansatz für Patientinnen mit einem Mammakarzinom. Aber wird dieser Vorsatz in der täglichen Praxis umgesetzt?

Material und Methoden: Wir haben 1.000 Praxen und Klinken in Niedersachsen und Hamburg anonym mit einem speziell entworfenen Fragebogen zu dem Themenkomplex der Mammarekonstruktion im eigenen Patientinnengut befragt. 170 ausgefüllte Bögen wurden an uns zurückgesandt und wurden ausgewertet.

Ergebnisse: 70% der Praxen/Kliniken gaben an dass nur bei bis zu 20% ihrer Patientinnen mit nBET eine Brustrekonstruktion durchgeführt wurde. In ca.18% der befragten Praxen/Kliniken wurde ein Mammarekonstruktionsverfahren mittels Mikrochirurgie (freier DIEP, TRAM) als das Mittel der Wahl im eigenen Patientinnengut angeboten. Ca. 24% der befragten Praxen/Kliniken gaben an im Falle einer Indikation zu einer Brustrekonstruktion ein mikrochirurgisches Verfahren (DIEP, TRAM) als Mittel der Wahl ihren eigenen Patientinnen empfohlen zu haben. 24% der befragten Praxen/Kliniken haben ihren Patientinnen mit einer nBET nicht zu einem Beratungsgespräch bei einem rekonstruktiv tätigen Operateur geraten.

Schlussfolgerung: Die Rate der Brustrekonstruktion nach nBET ist niedrig. Dies ist unverändert zu einer vorherigen Arbeit aus dem Jahr 2005. Insbesondere die mikrochirurgischen Rekonstruktionsverfahren sind eher unterrepräsentiert, dies vor dem Hintergrund, dass 24% der befragten Praxen/Kliniken ihren Patientinnen nach nBET nicht zu einem Beratungsgespräch bei einem rekonstruktiv tätigen Operateur (Gynäkologe oder Plastischer Chirurg) raten. Weitere Aufklärungsarbeit vor Ort und Berufspolitische Maßnahmen sollten durchgeführt werden.