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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Die Sleeve-Gastrektomie in der Behandlung der morbiden Adipositas – Ergebnisse einer konsekutiven Serie von 140 Fällen und erste Erfahrungen mit der transvaginalen Hybrid-NOTES Technik

Meeting Abstract

  • Martin Buesing - Klinikum Vest-Knappschschafts Krankenhaus Recklinghausen, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Recklinghausen, Deutschland
  • George Saada - Klinikum Vest-Knappschschafts Krankenhaus Recklinghausen, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Recklinghausen, Deutschland
  • Jörn Halter - Klinikum Vest-Knappschschafts Krankenhaus Recklinghausen, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Recklinghausen, Deutschland
  • Raute Riege - Klinikum Vest-Knappschschafts Krankenhaus Recklinghausen, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Recklinghausen, Deutschland
  • Annette Knapp - Klinikum Vest-Knappschschafts Krankenhaus Recklinghausen, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Recklinghausen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch696

DOI: 10.3205/10dgch696, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6966

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Buesing et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Sleeve-Gastrektomie (LSG) gewinnt als restriktives Op-Verfahren in der Adipositaschirurgie zunehmend an Bedeutung. Die Ergebnisse der LSG müssen sich hinsichtlich Komplikationsraten, Gewichtsreduktion und der Rückbildung von Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus und Hypertonie mit etablierten Verfahren messen lassen.

Material und Methoden: LSG in 140 Fällen zwischen 01/08–08/09 als primäres operatives Verfahren. Patientenalter im Mittel 40,2 J (22–64J), BMI 44,5 kg/m2 (35,5–75,3 kg/m2). 24 Patienten (17,1%) mit Diabetes, 58 Patienten (38,6%) mit einer Hypertonie. In 12 Fällen wurde der Eingriff transvaginal assistiert (Hybrid-NOTES) durchgeführt.

Ergebnisse: Die LSG war in allen Fällen möglich. Komplikationen: Gesamt 3 Patienten (2,1%). Nahtinsuffizienz 2x (1,4%), 1x Nachblutung plus LE. Letalität: 2 Fälle (1,4%), 1xInsuffizienz, 1xLE. Dauer des Aufenthalts bei 137 Patienten ohne Komplikationen 3,4 Tagen (2–8 Tage). Die transvaginale Technik erlaubte die Reduzierung der Trokare um 1–2, die Resektate wurden transvaginal geborgen. Komplikationen ergaben sich von Seiten des vaginalen Zugangs nicht. 3 Monaten post op. konnten von 24 Diabetikern 20 Patienten (83%) ihre Diabetesmedikation komplett einstellen, der Bedarf an Antihypertensiva reduzierte sich ebenfalls. Die bisher erreichte Gewichtreduktion nach 3, 6, 12 Monaten ergibt durchschnittliche Werte von 22%, 42%, 62% EBWL.

Schlussfolgerung: Die LSG scheint ein effektives und sicheres chirurgisches Verfahren zur Therapie der morbiden Adipositas zu sein. Es kommt es zu einer sehr raschen Gewichtsreduktion, Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus und Hypertonie bilden sich zurück. Die transvaginale Hybrid-NOTES Technik ist durchführbar, erfordert allerdings bislang weitere Zugänge im Bereich der Bauchdecke. Die Langzeitergebnisse im Hinblick auf eine anhaltende Gewichtsreduktion und Begleiterkrankungen bleiben abzuwarten. Die bisherigen Ergebnisse sind damit denen des RNY-Bypass vergleichbar.