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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Korrelation neurographischer und histomorphometrischer Daten zur Beurteilung der Nervenregeneration im Ratten-Medianusmodell

Meeting Abstract

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  • Theodora Manoli - BG Unfallklinik Tübigen, Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, Tübingen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch644

DOI: 10.3205/10dgch644, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6444

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Manoli.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ziel dieser Arbeit war es, die Ergebnisse neurographischer Messungen am Medianus-Modell der Ratte nach abgeschlossener Nervenregeneration mit den Ergebnissen der histomorphometrischen Untersuchung zu korrelieren. Die neurographische Untersuchung sollte so als weitere hoch sensible und aussagekräftige Untersuchungsmethode der axonalen Nervenregeneration am Medianus-Modell der Ratte validiert werden.

Material und Methoden: An 36 Tieren wurde nach Neurotmesis und Koaptation des rechten Nervus medianus die nervale Regeneration mittels motorischer Neurographie und Histomorphometrie untersucht. Die neurographische Messung erfolgte in standardisierter Weise mit unter anderem Bestimmung der Reizschwelle, der Amplitude und der Übertragungsgeschwindigkeit. Anschließend wurde eine histomorphometrische Untersuchung mit Bestimmung der Anzahl, der Dichte und der Größe der Nervenfasern durchgeführt. Eine lineare Regressionsanalyse wurde zwischen beiden Methoden zur Korrelationsberechung angewendet.

Ergebnisse: Es zeigte sich eine signifikante lineare Korrelation zwischen der totalen Anzahl der Nervenfasern und der Übertragungsgeschwindigkeit sowie zwischen der totalen Anzahl der Nervenfasern und der Amplitude. Interessanterweise ließ sich zusätzlich eine signifikante Korrelation zwischen der Quadratwurzel der Querschnittsfläche des Nervs und der Übertragungsgeschwindigkeit demonstrieren, die für eine lineare Korrelation zwischen der Übertragungsgeschwindigkeit und dem Nervenradius spricht (A=πr2). Eine Korrelation zwischen der Dichte oder der mittleren Größe der Nervenfasern und den gemessenen neurographischen Parametern zeigte sich nicht.

Schlussfolgerung: Auf Grund der dargestellten Korrelation zwischen neurographischen und histomorphometrischen Parametern, bestätigt sich die motorische Neurographie am Nervus medianus der Ratte als eine valide, hoch sensible Untersuchungsmethode der Nervenregeneration. Eine neurographisch festgestellte effektive Nervenregeneration, vorwiegend im Sinne einer hohen Übertragungsgeschwindigkeit, hängt vom Nervendurchmesser und von der totalen Anzahl der Nervenfasern ab. Die Dichte und die mittlere Größe der Nervenfasern scheinen im Gegenteil nicht so bedeutsam zu sein.