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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Cyclin H ist ein Indikator für „very high-risk“ GIST

Meeting Abstract

  • Klaus Kramer - Universitätsklinik Ulm, Klinik für Allgemein-, Visceral-, Transplantationschirurgie, Ulm, Deutschland
  • Julian Dorn - Universitätsklinik Ulm, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Ulm, Deutschland
  • Johann Spatz - Zentralklinikum Augsburg, Klinik für Allgemein- Viszeral- und Transplantationschirurgie, Deutschland
  • Thomas Barth - Universität Ulm, Institut für Pathologie, Ulm, Deutschland
  • Bettina Danner - Universität Ulm, Institut für Medizinische Statistik, Ulm, Deutschland
  • Michael Schmieder - Universitätsklinik Ulm, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Ulm, Deutschland
  • Uwe Knippschild - Universitätsklinik Ulm, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Ulm, Deutschland
  • Doris Henne-Bruns - Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Ulm, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch632

DOI: 10.3205/10dgch632, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6326

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Kramer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Risikoabschätzung von Gastrointestinalen Stromatumoren stützt sich auf Tumorgröße, Mitoserate sowie inkonstant auch auf die Tumorlokalisation (Fletcher 2002, Miettinnen 2006, Hornick 2007 und Joensuu 2008). Dadurch gelingt die Erkennung von „non-high-risk“ GIST. Gesucht werden Indikatoren, die aus der Gruppe der high-risk GIST diejenigen mit besonderem Malignitätsrisko anzeigen.

Material und Methoden: Klinik, Diagnostik, Therapie und Outcome wurden in Kombination mit den Befunden der Immunhistochemie zu Cyclin H und p16 evaluiert um ihren prognostischen Wert zu analysieren (SPSS).

Ergebnisse: 125 Patienten (66f/59m, mittleres Alter 66.78a [17,46;94,06a]) wurden wegen eines GIST chirurgisch behandelt (single-center). 28% waren von Metastasen oder Rezidiven betroffen. In 32% fand sich coincident eine Zweitneoplasie. Die 1-, 3- und 5-Jahres-DSS bzw. DFS betrug 96%, 87% und 84% bzw. 80%,76% und 72%.

Bei Patienten mit high risk GIST zeigte sich die Expression von Cyclin H hoch prädiktiv für eine Reduktion der DSS (p<0.038). Die Kombination von Cyclin H und high risk Klassifikation korreliert höchst signifikante mit DSS und DFS (p<0.001). Unabhängig von Tumorgröße und Mitoserate ist die Kombination von Cyclin H und p16 ein signifikanter Indikator für ein ungünstiges Outcome (p<0.039). Von diesen Patienten waren nach einem Jahr 50% verstorben und keiner mehr tumorfrei, im Vergleich zu 98% „surviving“ und 83% „disease-free“ in der Kontrollgruppe.

Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Kombination der Expression von Cyclin H und p16 in GIST unabhängig von Tumorgröße und Mitoserate ein ungünstiges Outcome anzeigt. Zusätzlich zur high-risk Klassifikation ist die Expression von Cyclin H ein Indikator für die Gruppe der „very high-risk“ GIST.