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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Die regionale Hyperthermie (RHT) mit systemischer Chemotherapie verbessert das Ansprechen sowie das krankheitsfreie Überleben von Patienten mit lokal fortgeschrittenen abdominellen und retroperitonealen Weichteilsarkomen

Meeting Abstract

  • Christian Graeb - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Lars Lindner - Medizinische Klinik III, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • Sultan Abdel-Rahman - Medizinische Klinik III, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland
  • Martin Angele - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Markus Rentsch - Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians Universität, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Christiane J. Bruns - Universitätsklinikum der LMU, München-Großhadern, Chirurgische Klinik und Poliklinik, München, Deutschland
  • Karl-Walter Jauch - Universitätsklinikum der LMU München-Großhadern, Direktor der Chirurgischen Klinik und Poliklinik München Großhadern, München, Deutschland
  • Rolf Issles - Medizinische Klinik III, LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch626

DOI: 10.3205/10dgch626, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6263

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Graeb et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Patienten mit lokal fortgeschrittenen high-grade Sarkomen haben ein erhöhtes Risiko einer lokalen Tumorrekurrenz und einer Metastasierung. In der hier dargestellten Analyse einer prospektiv randomisierten Studie soll der Einfluß einer RHT kombiniert mit systemischer Chemotherapie (sCT) auf das Wiederauftreten und das Überleben von Patienten mit lokal fortgeschrittenen abdominalen und retroperitonealen high-grade Sarkomen beschrieben werden.

Material und Methoden: Im Rahmen des EORTC-ESHO intergroup trails wurden von 07/1997–11/2006 341 Sarkompatienten prospektiv randomisiert, 222 davon in München, die übrigen an 8 weiteren nationalen und internationalen Zentren. Von 183 Patienten mit abdominalen bzw. retroperitonealen Sarkomen erhielten 90 Patienten eine alleinige sCT (Etoposid 250mg/m2, Ifosfamid 6g/m2, Adriamycin 50mg/m2) und 93 Patienten eine sCT kombiniert mit RHT (4 Zyklen alle 3 Wochen) vor und nach chirurgischer Kompartmentresektion. Primäre Endpunkte waren lokal progressionsfreies Überleben (LPFS) und erkrankungsfreies Überleben (DFS).

Ergebnisse: Die Patientencharakteristika waren in beiden Behandlungsgruppen gleich verteilt. Nach einem medianen Follow-up von 34,0 Monaten zeigte sich in der sCT+RHT Gruppe im Vergleich zur alleinigen sCT eine signifikante Verbesserung des LPFS (54 Monate vs. 21 Monate, Hazard ratio 0,61 (0,41-0,92), p=0,017) und des DFS (24 Monate vs. 13 Monate, Hazard ratio 0,63 (0,41–0,92), p=0,007). Das Gesamtüberleben war statistisch nicht signifikant unterschiedlich (p=0,37).

Schlussfolgerung: Im Vergleich zur alleinigen systemischen Chemotherapie lässt sich durch die kombinierte Behandlung von sCT und regionaler Hyperthermie eine Verbesserung des lokal progressionsfreien Überlebens und des erkrankungsfreies Überleben erreichen.