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127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

20.04. - 23.04.2010, Berlin

Die endoluminale Radiofrequenztherapie im Spektrum der Varizenbehandlung – Was ist gesichert?

Meeting Abstract

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  • Karin Brachmann - Klinikum Altenburger Land GmbH, Klinik für Gefäßchirurgie, Altenburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 20.-23.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dgch604

DOI: 10.3205/10dgch604, URN: urn:nbn:de:0183-10dgch6042

Veröffentlicht: 17. Mai 2010

© 2010 Brachmann.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Frage, ob die endovenöse Varizenbehandlung mittels Radiofrequenztherapie, Laser oder Schaumsklerosierung eine echte Alternative zur konventionellen Varizenbehandlung durch Crossektomie und Stripping darstellt, ist weiterhin ungeklärt. Multicenterstudien mit 5-Jahresergebnissen liegen vor, Langzeitergebnisse stehen aus. Es war unsere Intention, einen Beitrag zur Objektivierung der Ergebnisse nach der Closure-FAST-Therapie zu leisten.

Material und Methoden: Bei unseren Untersuchungen machten wir eine Miniincision, um einen Teil der durch Closure-FAST-Therapie behandelten Vena saphena magna histologisch zu untersuchen.

Aus wissenschaftlichem Interesse haben wir auch die RFITT, die Celon-Methode, angewandt und ebenso behandelte V.saph.magna entnommen und histologisch untersucht.

Ergebnisse: Bei allen durch Closure- FAST- Therapie behandelten Patienten fanden wir gleichlautend eine komplette Destruktion der Intima mit frischen Intimanekrosen mit Destruktion der Zellkerne, in 0,1–0,2 mm Tiefe eine schmale, bandförmige, subintimale, fibrinoide Kollagendegeneration, gekoppelt mit einem subintimalen Oedem. Nach 4 Monaten finden wir eine komplette bindegewebige Obliteration der Vene mit in Organisation befindlichen Thromben mit einsprossendem Granulationsgewebe.

Nach RFITT-Behandlung sahen wir lediglich eine komplette Intimazerstörung mit vollständigem Intimaverlust ohne thermische Effekte in tieferliegenden Schichten, nach 4 Monaten eine vollständige Rekanalisierung der behandelten Vene.

Schlussfolgerung: Nach der segmentalen Thermablation, der Closure- FAST-Behandlung variköser Venen, haben wir den histologischen Beweis für die Destruktion der Intima und des Kollagens mit Nekrosen und Zerstörung der Gefäßwand. Das Resultat ist die komplette Obliteration. Duplexsonographie und MRT 1 Jahr nach der Behandlung bestätigten dies.

Die Ursachen für eine vollständige Rekanalisierung der RFITT-behandelten Venen nach 4 Monaten werden diskutiert .